Nähleben 2.0, 3.0 oder 4.0? Ein Update

Von mir war es hier ziemlich leise in letzter Zeit. Meine Prioritäten waren und sind gerade andere. Aber dazu sind wir ja auch zu Dritt um diesen Blog, unsere kleine digitale Heimat am Laufen zu halten.

Ich habe während Corona viel genäht (aber nicht fotografiert), mein akademisches Leben nach über 10 Jahren mit dem Sahnehäubchen vollendet (juhuu!) und mich beruflich neu orientiert (man kann auch abseits von Universitäten viel lernen). Auch habe ich mir während dem Lockdowns die Freiheit gegeben, alles, auf das ich Lust hatte, zu nähen – auch mit dem Hintergedanken, dass ich eine schickere Büroausstattung brauche. Ich werde daher noch das eine oder andere schicke Teil posten – zu gegebener Zeit.

Die Realität ist immer noch die folgende: Ich bin begeisteter Hosenträger, stehe auf Lagenlook und bin ein totaler Pragmatiker was das Wetter und meine Verfrorenheit angeht. Soll heißen: Die tollen Blüschen mit Puffärmeln sind genau für 2 Monate im Jahr tragbar. Maxikleider sind nichts zum Radfahren. Und wenn ich die Wahl habe, greife ich zur Hose.

Es ist also Zeit wieder einmal ein Fazit zu ziehen und meine Pläne für den genähten Kleiderschrank zu validieren. Denn ganz grundsätzlich: Zu leer ist er nicht. Aber das Ausmustern von genähten Kleidungsstücken ist dann doch nicht so einfach.

Die Top 5

In nicht sortierter Reihenfolge, begleiten mich die Roscoe Blouse, sowie der Hack (inkl. puffiger Ärmel und keiner Ahnung wie ich sie im Winter trange soll) regelmäßig und gerne. Zu Hosen mit Bund in der natürlichen Taille sind die beiden perfekt. Diese stehen aktuell auf der To-Sew Liste. Die Fremantle Pants sind eine neue Ergänzung meiner Freizeitabteilung, während das Jeanne T-Shirt von Ready to Sew mich schon länger glücklich macht. Schlussendlich hat der Zadie Jumpsuit eine Nennung verdient. Bisher habe ich ihn noch nicht oft ausgeführt, aber er macht mich einfach glücklich.

Nicht mein Fall …

Ich bin wirklich schon gut geworden. Wirklich! Meine Kleidungsstücke sind meist tragbar, ich habe kaum mehr Reinfälle von komplett falscher Stoff und ähnliches. Ein Problem bleibt aber: Das Kleidungsstück entsteht im Kopf, und passt manchmal einfach nicht zu den eigenen Vorstellungen, den echten auf jeden Fall.

Diese beiden guten Stücke sind bereits bei neuen Besitzern: Sie verdeutlichen ziemlich gut meine zwei größten „Probleme“. Die Bluse ist aus einem zum blassen Stoff – in ihr kam ich mir wie ein grause Mäuschen vor. Das Kleid war mir langfristig einfach zu unpraktisch. Gefühlt ein sich wiederholendes Thema, nicht wahr?

Die weiteren Pläne

Mir fehlen Hosen! Und das tolle ist, aufgrund der Empfehlung von Biance (Sleepess in Bavria) habe ich die Presley-Hose von Viki Sews genäht und bin total begeistert. Durch den RV hinten entfällt auch die Notwendigkeit eines Hostenstalls – mein aktueller Angstgegner. Abgesehen von einigen kleinen Änderungen bei meinen weiteren Varianten, steht schon ein Wollstoff in den Startlöchern. Er muss nur noch vorgewaschen werden. Des weiteren suche ich nach Jacken, die genug Ärmel haben, damit sich Puffärmel unterbringen lassen – momentan steht die Alegra Jacke von Style Arc hoch im Kurs. Aber auch Kurzjacken a la Chanel sind in Planung. Ich bin einfach kein Fan von Strickjacken. Daher probiere ich jetzt andere Varianten aus. Wenn Du dazu Erfahrungen hast, lass es mich doch wissen!

So, was zeigt die Analyse wieder einmal?! Bei den Basics bleiben. Diese Kombinieren! Bzw. Kombinierbar nähen. Und der Kleiderschrank wird es einem danken. Zumindest meiner.


7 Gedanken zu “Nähleben 2.0, 3.0 oder 4.0? Ein Update

  1. Hi, ich kann leider nicht so gut erkennen, was für ein Kleidungstück dieses edle Teil in schwarz ist. Ein Jumpsuit? den finde ich sensationell und richtig schick.

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  2. Ein interessantes Fazit! Der Zadie-Jumpsuit ist wirklich toll :D
    Ich finde es wichtig, regelmäßig zu schauen, was man eigentlich trägt und was nicht, damit man ggf. nicht immer den gleichen Fehler macht und nur für den Schrank näht.
    Ich hab bei meinem Blog einen Rückblick eingeführt, bei dem ich am Jahresanfang die vor 5 Jahren genähten Teile begutachte und schaue, was ein Erfolg und was ein Flop wurde. Hoffentlich bringts auf Dauer was :)

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  3. Herzlichen Glückwunsch zum Sahnehäubchen! Wie schön!
    Auch wenn es vielleicht einen neuen Lebensabschnitt einleitet und der Kleiderschrank jetzt wieder anderes aufwarten muss;) Freut mich, dass du für dich wieder neue Erkenntnisse gezogen hast, in Bezug auf das, was du tatsächlich trägst:) und zukünftig nähen willst. Ich persönlich finde, dass eine gute Bürogarderobe, chic und warm nicht ganz einfach zu erhalten ist. Chaneljäckchen sind sehr vielseitig, ich nutze sie häufig. Das bedeutet für mich allerdings ab September/Oktober Langarm-Shirt mit Tuch um den Hals und ab November bis März/April Rollkragenpullover. Wie ich eine normale Bluse und den Rundhalsausschnitt kompatibel bekomme, ohne dass es ständig gerichtet werden muss, habe ich noch nicht herausgefunden;. Im Sommer bevorzuge ich tatsächlich V-Ausschnitt Strickjäckchen aus Feinstrick, da ich die schnell an- und ausziehen kann und sie leicht in der Handtasche verschwinden können. In der burdastyle 9/18 wird Modell 109 A als Blazerersatz für normale Blusen gepriesen, du müsstest schauen, wie das Teil in Kombination mit gepufften Ärmeln aussieht. Es hat stark überschnittene Schultern und einen angeschnittenen Schalkragen. Wenn ich es mir nähen würde, würde ich allerdings unbedingt darauf achten, dass der Leib gut anliegt, sonst sieht frau vermutlich wie ein Preisboxer aus:). Wenn es nicht hochoffiziell sein muss, könnte es als Blazerersatz durchgehen, kommt halt aufs Büro und den Anlass an. HG ellisschneiderfee

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