Nähplausch Dezember: Zeit für mehr Stoff und üppigere Projekte

In letzter Zeit gabs von mir nicht so viel zu sehen, den so ca. ab Mitte September war ich damit beschäftigt Stoffe für Karlotta Pink zu nähen. Ich hab nur ein, zwei Testmodelle und ein Halloweenkostüm dazwischen gequetscht. Jetzt aber kann ich wieder ganz nach Lust und Laune nähen.

Und meine Nähpläne sind umfangreich. Von meinen Nähplänen aus dem September ist nichts umgesetzt worden, denn ich habe spontan ein Kleid für den Burda USA Member Modell Challenge genäht (zweiter Platz, ein meines Erachtens nicht soo überragendes Leokleid hat gewonnen). Und wie anfangs schon erwähnt habe ich für Karlotta Pink genäht und ein Teil meiner Pläne sind schon sehr sommerlich. Aber immerhin habe ich sie schön aufbereitet im Blog und werde sie nicht vergessen und auch sicher den Schnitt wieder finden. (Bei meinem umfangreichen Schnittarchiv habe ich schon den einen oder anderen Schnitt nicht mehr gefunden)

Was habe ich nun so in Arbeit

  • Beim Weihnachtskleid Sew Along vom MeMadeMittwoch nehme ich teil. Es wird eine Rock und Blusenkombi. Der Rock wird aus blauen Baumwollsamt genäht und die Bluse aus violetten Handloom. Schnitte kommen beide aus Berlins Modenblatt. (Häckchen #VintagePledge2017)

 

  • Ich stricke!!! Ich weiß zwar nicht so genau was ich mache, aber ich stricke derzeit einen Schal mit Patentmuster. Die nur rechte oder linke Maschenvarianten fand ich hässlich, aber das Patentmuster kam meiner Zöpfchen Vorstellung sehr nah, auch wenn ich nicht genau weiß, warum ich am Ende Maschen abstricke und am Anfang nur rüberhebe. Aber der Schal entwickelt sich.

Schal stricken Patent

Zukunftspläne

  • Ein Wintermantel nach einem Schnitt aus den 50ern. Schön tailliert und unten ausgestellt. Ich habe keine einzige Jacke bzw. Mantel, passend zu meiner neuen Vorliebe für Vintage Mode mit weiten Röcken, eventuell mit einem Petticoat. Nicht toll.
    Ein Stoff mit kleinem schwarz/grünem Karo ist auch schon vorhanden.

 

  • Drei Dirndl. Eines für den Sommer mit tiefen Ausschnitt, nach einem Dirndlleib von Uroma, denn der passt einfach super. Da werde ich den Schnitt abnehmen und nur etwas die Form der Träger anpassen. Genäht wird dieses Modell aber sicher erst im Frühjahr. Vom Stoff habe ich an rote Baumwolle mit dezenten Tupfen gedacht. Nur habe ich noch keinen Plan welchen Stoff ich nun für die Schürze nehmen soll. Da bin ich sehr offen für Ideen.
  • Dirndl Nummer zwei. Das Jagddirndl. Aus Naturleinen und Olivfarbenen Stoff. Inspiriert von diesem tollen Dirndl. Von der Fasson habe ich es sehr ähnlich geplant. Nur ganz ohne pink und bei den vielen Knopflöchern bin ich noch nicht sicher ob ich mir das antun möchte. Stoffe habe ich schon alle zuhause (mehr als genug alternativen für die Schürze). Nur mit dem Schnitt bin ich noch am überlegen wie ich es am besten machen. Verwende ich einen Schnitt mit einem Reverskragen den ich anpasse oder ich verwende mein selbst konstruiertes Oberteil-Schnittmuster und mache den Kragen dran. Mal schauen wie aufwendig es ist einen Reverskragen zu zeichnen.
  • Dirndl Nummer drei. Hochgeschlossen und edel mehr für den Abend. Inspiration ist dieses Mal ein Dirndl Fuchdeifiswuid. Ich finde das Hochgeschlossene in Kombination mit dem schönen Stoff traumhaft. Verwenden möchte ich einen Jaquard Stoff von Karlotta Pink in einem Petrolschwarz. Die Schürze dazu wird in einem Senfgelb genäht. Als Schnitt werde ich vermutlich meinen Basis Oberteilschnitt verwenden. Da komme ich  am Schnellsten ans Ziel.
  • Die Marlenehose würde ich gerne fertig nähen, vorausgesetzt mein Hintern passt noch rein. Es fehlt nur mehr der Reissverschluss, Saum und Bund.
  • Normale Wäsche habe ich probiert und Unterkleider finde ich gerade nicht spektakulär genug um eines zu nähen (sollte ich aber unbedingt). Aber ein Girdl/Hüftgürtel würde mich reizen. Das wäre sicher eine spannende Herausforderung. Einige Schnitte finden sich in meinen Wäscheschnittmustern von 1936/1942. Das würde sich auch sicher gut machen unter meinen Etuikleidern, wenn alles in Form gebracht wird.

Und sonst so?

Ich habe damit angefangen den Podcast von Muriel von Nahtzugabe 5 cm zu hören. Ich höre mir ja keine Podcast und Hörbücher an. Nur sporadisch auf der Arbeit, wenn gerade der Chef mit mir im gleichen Raum arbeitet, hört sich dieser gerne ein Hörbuch an und ich höre mit. So habe ich nun Herr der Ringe und diverse Krimis gehört. Da ist es nur sehr fies, wenn man nicht alles hört und nicht erfährt wer der Mörder ist. Naja jedenfalls läuft Radio oder ein Hörbuch nur während der Arbeit.
Ich habe mich sehr sehr lange dagegen gesträubt den Nähpodcast anzuhören, aber letzte Woche entschied ich mich spontan mir einen anzuhören. Zu meiner Überraschung hat er mir sehr gut gefallen und so werde ich in der nächsten Zeit mir alle Folgen, während der Arbeit (da ich meist alleine arbeite, kann ich niemanden stören) anhören. Ist auf jeden Fall eine Abwechslung zum Radio BlaBla. Es ist auch sehr interessant dann die verschiedenen Blogger reden zu hören (ich kenne ja niemanden persönlich, da ich bisher auf keinem Treffen war) und ob sie dem Bild entsprechen, dass man sich von Ihnen gemacht hat. (zB. Rat und Naht hat eher melancholische Bilder am Blog und im Interview wirkt sie sehr aufgeweckt und lebendig). Das einzige wogegen ich mich ein bisschen sträube, ist das perfekt Deutsch. Ich selber habe Dialekt und in der Schweiz hat wirklich jeder einem Dialekt bzw. redet Schweizer Deutsch. Selbst Moderatoren oder Politiker, da kommt einem das perfekte Hochdeutsch schnell ein bisschen formal und versnobt vor.

Und was mich besonders freut, ich habe am Prym&Burdastyle Masterpiece Award teilgenommen. Wie es aussieht konnte mein Entwurf die Jury überzeugen und ich bin eine der Favouriten für die Top 5 gewesen. Nur leider war der Termin fürs Live Nähen (in der Woche vor den Weihnachtsferien habe ich in der Firma viel Stress), als auch der Ort der Austragung (über 6 Stunden Zugfahrt) nicht ideal, sodass ich absagen musste. Schade, wer weiß vielleicht hätte ich eine Chance auf den Sieg gehabt.

Den Entwurf habe ich ja noch schnell vor Ende des Einsendeschlusses gezeichnet und hochgeladen. Inspiration für mein Modell war ein Kleid von Galliano für Dior aus dem Jahr 2009, mir gefiel da besonders der Rock. Durch den vorne kürzeren Rock sieht man die üppige Stickerei im Rockinneren. Meine alltagstaugliche Version, hatte einen kürzeren Vokuhila Rock mit einer Rockinnenseite aus Waxprint. Die Rockaußenseite in Uni. Und dazu ein Jerseytop mit U-Boot Auschnitt und ein Jäckchen aus dem gleichen Waxprint. Die einfarbigen Stoffe greifen jeweils einen Farbton vom Waxprint auf. Wer meine Nähwerke kennt merkt, dass ich die eine oder andere Schnitt bzw. Farbidee von einem meiner Vintageschnitten aufgegriffen habe.

Entwurf Kleid Modezeichnung

Vielleicht nähe ich das Modell mal so. Ich freue mich einfach, dass mein Modell die Jury begeistern konnte, was ich nicht erwartet hatte.

Anderen Nähplausch, Ideen und Projekte in Arbeit findet ihr bei Fadenwechsel

Version 2 klein

 

 


8 Gedanken zu “Nähplausch Dezember: Zeit für mehr Stoff und üppigere Projekte

  1. Ohlala, da hast du ja einiges in der Pipeline- und ich finde es toll, dass du das Stricken wieder angefangen hast! Bei meinem letzten Schal habe ich die Enden umgeklappt, zusammengenäht und hatte dann Taschen, in denen man mal schnell etwas verstauen konnte…(falls du noch nach weiteren Inspirationen suchst: Schau mal auf Youtube nach Elizzza, das ist DIE Strickgöttin im deutschsprachigen Raum :))

    Deine Zukunftspläne finde ich auch sehr spannend- irgendwie gefallen mir die hochgeschlossenen Dirndl viel besser als das, was einem hier so auf dem Wasen entgegenkommt, bzw. -fällt (aber da bekommen echte Dirndlfans wahrscheinlich eh nen Schreikrampf).
    Hast du schon eine Tendenz, welcher Mantel es werden wird?(das rechte Modell mit dem Schalkragen gefällt mir gut)

    Schade, dass es zeitlich nicht mit dem Wettbewerb geklappt hätte, dem Entwurf hätte ich wirklich gute Chancen eingeräumt (hättet ihr die Entwürfe eigentlich auch selbst konstruieren müssen?)

    LG Maria (der Beitrag aktuelle Linkliste sind *endlich* online, da war ich dieses Mal aus zeitlichen Gründen ein wenig später dran…)
    PS: Ich hoffe, ich hab den Kommentar jetzt nicht zigmal abgeschickt, irgendetwas zickt hier bei der Technik…

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    1. So
      Jetzt arbeite ich jetzt Punkt für Punkt deinen Kommentar ab.

      Ja beim Stricken, nachdem ich festgestellt habe, dass es nicht so schwer ist, ist mein Ehrgeiz geweckt. Vielleicht besuche ich auch mal einen Kurs für die Grundlagen. Und über Blogs und YouTube Empfehlungen freue ich mich sehr, den die Strickszene kenne ich so überhaupt nicht. Mein nächstes großes Ziel ist zu Weihnachten einen Pullover anzufangen, aus einem meiner zahlreichen Vintage Handarbeitsheften. Ambitioniert, aber Schal und Tücher trage ich nicht. Wie am Ende der Schal wird, da lasse ich mich überraschen, was ich jetzt schon weiß, er ist ein bisschen breit.

      Das mit den Dirndln wird sicher nicht so schnell gehen. Aber hier ab ich die Pläne schon mal schön gesammelt. Und vermutlich fange ich mit Jagddirndl oder dem hochgeschlossenen. Ich brauche jedenfalls nächsten Herbstein bis zwei zum Anzi.
      Beim Mantel neige ich auch zum rechten Modell. Ich hab neuerdings ein Faible für große Krägen.

      Beim Wettbewerb vermute ich, das für die Modelle ein Schnitt erstellt worden ist, man kann ja nicht davon ausgehen, dass da alle Teilnehmer wissen wie man einen Schnitt erstellt. Klar ist es schade dass ich nicht teilnehmen konnte, allerdings bin ich auch froh drum nicht mit Deadline nähen zu müssen.

      Und dein Kommentar ist nur einfach angekommen.😉

      Lg Sabine

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      1. Soooo, nach einer Woche Rüsselseuche kann ich wieder einen klaren Gedanken fassen 😁
        Als Anlaufstellen fürs Stricken kann ich dir -wie schon erwähnt- Elizzza von nadelspiel.com empfehlen; dazu noch den Maschenfein-Blog (dort laufen grad sehr lehrreiche Minivideos in ihrem Adventskalender ☺️) und Tichiro (dort findest du auch ein pdf namens „von der Kunst, den passenden Pullover zu stricken“). Ebenfalls kannst du mal nach den Modellen von Andi Satterlund schauen, sie hat einige hübsche vintage-ige Pullover und Jäckchen im Sortiment…
        Jetzt bist du wahrscheinlich erstmal versorgt… 😉 (kannst mich gerne anschreiben, wenn du Hilfe brauchst)
        LG Maria

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        1. ja da ist nicht nur die Nase sondern auch das Hirn verstopft. Dann werde ich mich durch die Blogs wühlen und ich hab ein Heft mit 60 Strickmuster ausgegraben. Da werde ich versuchen Musterstückchen nachzustricken und ein bisschen Erfahrung zu sammeln, bevor ich mich ans große Modell wage.
          Und ernenne dich gerne zu meiner hochoffiziellen Strickberaterin und Anlaufstelle für dumme Fragen. 😉
          Lg Sabine

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          1. DAS mache ich doch gerne! Falls du dich demnächst an ein großes Stück wagen solltest: Strick dein Musterstück normal (Achtung, bei Runden kann die MP anders ausfallen als bei Reihen), messe es aus, wasche das Stück, ziehe es leicht in Form und messe dann nochmal- so hast du nebenbei nen ganz guten Eindruck, wie stark sich das Teil im Nachhinein noch ausdehnt 👍
            LG Maria

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  2. Wow, was für ein schöner Entwurf! Den würde ich gern auch unabhängig von dem Wettberwerb genäht sehen!
    Mit den Unterkleidern kann ich mehr als verstehen, geht mir genauso, ich bräuchte dringend welche, kann mich aber irgendwie nicht dazu durchringen. Vielleicht bräuchte es dafür mal wieder einen „Untendrunter Sew Along“. Das ich Dein WKSA-Projekt toll finde, hatte ich ja schon an anderer Stelle geschrieben. Spätestens hierfür würde sich einer der Mantelschnitte als Kombi-Partner anbieten. Mir persönlich gefällt das mittlere Modell am besten, diesen spitz auslaufenden Reverskragen finde ich sehr hübsch. Liebe Grüße, Manuela

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    1. Merci.
      So ähnlich bzw ein bisschen davon inspiriert hab ich ein Rock Top Set geplant.
      Ich finde all das was man sieht macht viel mehr Spaß zum nähen, als so Notwendigkeiten.
      Na am besten würde man ein komplett Set Sew Along machen mit Morgenmantel, Unterkleid, Unterrock und was man noch für drunter machen könnte.
      Und stimmt der Mantel passt perfekt zum WKSA Look. Aber ich muss sagen im Moment habe ich den Mantel auf Herbst verschoben. Ich hab nämlich gerade die Marlenehose vollendet und fahre gerade total auf fancy Business Chic ab. So mit Gilet, Smokingjacke, Schluppenbluse und so.
      Aber vorerst nähe ich noch am WKSA und guck dann 2018 auf was ich Lust habe.
      Lg Sabine

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