
Mein Mexiko hat zwei Seiten bekommen, dabei entdecke ich, wenn ich darรผber lese, noch so viele andere. Mexiko war, nach dem spannenden Jugendbuch „Ich heiรe Florita„, mein Traumland mit Pferden, Kakteen, Hunden und Sombreros. Der Kaktus war auf jeden Fall meine erste Idee zum Thema und Kakteen wachsen nicht nur in meinem Kindermexiko, sondern tatsรคchlich in ganz Mexiko. Unter den 26.000 Pflanzenarten gibt es viele „prominente“ Kakteen: den hockerfรถrmigen „Schwiegermutter Kaktus“ und in der Sonora Wรผste wachsen die berรผhmten Riesenkakteen – man nennt sie auch Kandelaber Kakteen, weil sie wie รผberdimensionierte Kerzenleuchter wirken. Dabei ist die Nutzung der verschiedenen Kakteen vielfรคltig: man kann Marmelade daraus machen, verwendet sie als Baumaterial oder stellt Nadeln und Angelhaken her.
Als ich meinem Mann den fertigen Nadelbrief zeigte, sagte er: „Also der gefรคllt mir am besten, so schlicht …“ Er verbreiterte sich noch รผber die รsthetik der Zurรผckhaltung und dies und das … Dann bemerkte ich: „Da hast du die Rรผckseite noch nicht gesehen!“

Rรผckseite und Innenseiten meines Nadelbriefs bestehen aus einem Patchworkstoff mit den typisch blumenverzierten Totenkรถpfen, die man am „Dia de la Muertos“ sieht. Der Tag der Toten ist einer der wichtigsten Feiertage in Mexiko. Mitte Oktober eines jeden Jahres beginnen die Vorbereitungen. Am 31. Oktober fangen die eigentlichen Festlichkeiten an und dauern bis zum 2. November. Es wird Pulque, das alkoholische Nationalgetrรคnk gebraut, Bรคcker zaubern Totenkรถpfe aus Zuckerguss, Skelette aus Pappmache werden in den Straรen aufgehรคngt, Totenschreine – sogenannte Ofrendas – werden aufgestellt. Warum?
Die Seelen der Toten kehren an dieses Tagen zurรผck zu ihren Liebsten und die Mexikaner veranstalten zur Begrรผรung ihrer Toten prunkvolle Feste mit leckerem Essen, Alkohol, Musik und Tanz. Je grรถรer und ausgelassener die Feierlichkeiten sind, desto bedeutender war der Tote zu seinen Lebzeiten. 2003 wurde das Fest von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit ernannt.
Fazit: Mexiko ist fรผr mich farbenprรคchtig, bunt, ornamental, unbekannt und zwiespรคltig … Man kรถnnte eine ganze Kollektion mit dem Thema gestalten – naja, kann ja noch werden … Das Kakteenmotiv stammt aus dem Buch „Einfach Sticken mit Applikationen“ von Yumiko Higuchi erschienen im Stiebner-Verlag, weitere angewandte Beispiele aus dem Buch gibt es hier zu sehen: Lรถwenzahn, Herrenhemd mit Stickerei & einem blauen Vogel inkl. nรคherer Einblicke ins Buch
Material: Stoffreste, Leinen, Patchworkstoff, Filz, Stickgarn, geklebte Glitzersteine
Mitnรคhaktion: Ein Nadelbrief zum Thema „Mexiko“ zum Nadelbriefjahr von Frau Nahtlust – alle anderen Nadelbriefe sind unter dem Schlagwort „Nadelbrief“ zu finden.




So cool!!!
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Freut mich, liebe Grรผรe Silvia
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Sehr cool geworden – und toll die verschiedenen SEiten eingefangen, die Mexiko so zu bieten hat! Ich dachte auch mal kurz an einen Totenkopf mit gestickten Blumen darin…. Also ja: Man kรถnnte noch einige Exemplare mehr dazu erwerkeln. Danke fรผr die Umsetzung und die Verlinkung, Silvia! LG. Susanne
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Ich wollte diesen Stoff erst nicht verwenden, eben weil es sehr naheliegend war, kam dann aber doch darauf zurรผck. Liebe Grรผรe Silvia
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Deine kleinen Kunstwerke finde ich ganz zauberhaft! Mir fehlen auch ein – zwei Nadelbriefe und ich freue mich รผber die regelmรครigen Inspirationen hier bei Dir. Die Stickerei finde ich besonders schรถn. LG Kuestensocke
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Kakteen haben etwas besonderes und diese relativ simple, aber sehr effektvolle Kakteen-Umsetzung ist wirklich gut. Liebe Grรผรe Silvia
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Wieder eine tolle Umsetzung. Die Kakteenvielfalt ist schon spannend. Die Vielseitigkeit Mexikos hast Du super vereint. Gefรคllt mir sehr gut.
Liebe Grรผรe
Monika
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Ich mag Kakteen, auch wenn nicht sehr viele das Heim mit uns teilen, liebe Grรผรe Silvia
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Richtig toll geworden!
Liebe Grรผรe von Kerstin
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Freut mich, danke, liebe Grรผรe Silvia
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