
Wie es so ist, komme ich im Herbst nicht zum Handarbeiten. Natürlich ist da und dort eine Idee oder sogar ein kleines Projekt am werden, aber es zieht sich und ich verliere immer wieder den Faden. Als ich die Themenliste zu den Stoffspielereien durchsah, dachte ich: Prima, Schablonenmalerei. Dann: Im Schrank müsste eigentlich noch was Unfertiges liegen… Aber was und vor allem wo?… Ich würde gerne darübersticken oder schauen, wie ich die gemalten Stücke weiterverarbeiten kann… Es war ein richtiger Glücksfall, dass ich Ende des Sommers Sabines tunesisch gehäkelten Musterstücke ins Auge fasste und gleichzeitig verschiedene Schablonenmalereien durchsortierte. Da fanden sich rasch Farbharmonien und so entstanden aus- zugegeben nicht perfekt ausgeführten- schablonierten Schmetterlingen und Musterstücken mit tunesischer Häkelei Topflappen.
Ich will jetzt nicht groß über Schablonenmalerei reden. Kurz gefasst. Es ist lustig. Man kann innerhalb kurzer Zeit sehr viel machen, zumindestens einfache Einzelmotive. Verwendet haben wir Schablonen aus Kopierfolie, Klarsichthüllen kann man auch prima verwenden. Wichtig ist, dass man sparsam Farbe aufträgt vom Außenrand des Motivs nach innen. Und, ganz wichtig, dass man nicht irrtümlich über den Rand der Außenkannte der Folie streicht. Gelegentlich hat man ja mehrere Motive ausgeschnitten auf einem A4. Da kann schon sein, dass nur mehr wenig Rand um ein Motiv bleibt. Und in der Begeisterung des Arbeitens hat man dann recht schnell nicht nur ein Motiv gemalt sondern auch gleich seltsame Wischer am Stoff…






Das war auch bei den Schmetterlingen so, die ich für meine Topflappen verwendete. Gemalt sind sie auf derben Köper. Das ist perfekt für Topflappen. Zwischen den Lagen ist noch eine Baumwollwattierung um den nötigen Hitzeschutz zu bieten. Ich hatte schon viele dekorative Topflappen bei denen man sich sofort die Finger verbrannt hat, zu dünn eben. Die, aus reiner Baumwolle, gehäkelten Musterstücke waren unterschiedlich groß. Ich habe jeden Stoff individuell zugeschnitten. Alle Teile sind mit der Hand zusammengenäht. Das war am einfachsten. Da konnte ich ein bißchen ziehen und zupfen oder auch, wie bei einem Topflappen, überschüssiges Material auf die Rückseite falten und festnähen. Da die Topflappenlebensdauer bei uns begrenzt ist (wir kochen viel auf offenem Feuer, da ist schnell mal was rußig), freue ich mich immer wieder über neue Topflappen als frische, optische Farbtupfer in der Küche.

ZU DEN STOFFSPIELEREIEN
Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.
Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.
Heute zu Gast mit „Schablonieren“ bei Siebensachen zum Selbermachen
29.11.2026: „Teppiche“ bei made with BlümchenTyche
Dezember: Winterpause
Ich weiß gar nicht, wieso Du Dich über Deine Schmetterlinge beklagst. OK, es sind ein paar kleine Extra-Streifen drauf, aber die habe ich erst suchen müssen. Ich bin ganz begeistert von dem zarten Farbverlauf auf den Flügeln, der ist super gelungen.
Viele Grüße, Stefanie
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