Stoffspielereien: Cording

im spiegel

Ich hatte mir zuerst Applikationen mit Kordeln vorgestellt, also aufgenรคhte oder gestickte Schnรผre, aber Machwerke stellte eine -fรผr mich- neue Technik unter dem Begriff „Cording“ vor: In genรคhte Tunnel eingezogene Schnรผre oder Kordeln mit denen sich zauberhafte Reliefeffekte erreichen lassen. Die ornamentalen Beispiele lieรŸen mich gleich an keltische Knoten und Ornamente denken, und an das schรถne Buch, das oben in unserem Regal steht. Allerdings war mir gleich klar, dass ich zuwenig prรคzise bin, um das schรถn umsetzen zu kรถnnen. Also wandte ich mich mehr freieren Ideen zu. Moderne geometrische und asymetrische Elemente wollte ich gestalten, das einfachste Linien, Diagonalen. Erst dachte ich an eine Mรถglichkeit damit einen Hut zu schmรผcken, an der Krempe zum Beispiel, aber aus Zeitknappheit wurde ein Sonnenschild daraus.

Um den Effekt von Licht und Schatten mรถglichst gut sichtbar zu machen, wรคhlte ich helles Material: hellgelbes Leinen. Ein grob vorgezeichnetes Schild diente als Orientierung fรผr die zu gestaltende Flรคche. Die ersten Fragen, die sich da aufdrรคngen, sind: Wo lauft eine Linie oben oder unten? Das ist ein wichtiger Punkt, da man dort beim Nรคhen aufpassen muss. Das Nรคhen selber ging rasch vonstatten und ich habe tatsรคchlich nirgends „irrtรผmlich“ drรผbergenรคht. Jetzt ging es ans Einziehen der Kordeln, bzw. davor noch um die Frage: Welche Schnur sollte es sein? Das entschied sich dann von selbst: die feste Kunstfaserschnur hรคtte ich weder durch die Nadel noch durch meine Tunnel gebracht.

Linien, die die ganze Lรคnge durchgingen waren schnell eingezogen. Wesentlich schwieriger war fรผr mich das Herauskommen und wieder Hineinkommem in den nรคchsten Abschnitt bei Unterbrechungen. So eine dicke Schnur kann man nicht durch den Stoff wie ein Stickgarn ziehen. Also habe ich den unteren Stoff ein klein wenig aufgeschnitten. Manchmal etwas zu weit weg von der Naht. Die Stricknadel war mein Behelfswerkzeug, damit ich nicht in beide Lagen schnitt.

Eine Technik die reizvoll ist und eigentlich schnell geht, aber einiges sollte man sich vorher รผberlegen.

Mein Sonnenschild war anfangs zu breit und zu wenig geschwungen an der Kopf/Stirnseite. Das habe ich jetzt korrigiert und es ist richtig schick geworden. Ein anderes Problem war das Aufbรผgeln der, fรผr den Schild notwendigen, Einlage, das ist mir nicht ideal gelungen.

sonnenschild mit cording getragen

Fazit: Mit etwas besserer Planung werde ich mich bestimmt nochmals darin versuchen!

Heute zu Gast bei den Stoffspielereien beiย Machwerke mit dem Thema Cording.

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Die Stoffspielerei-Termine 2022:


10 Gedanken zu “Stoffspielereien: Cording”

  1. Der erste Versuch sieht doch vielversprechend aus, die Kreuzungspunkte der Kordeln hast Du gut hingekriegt. Mir gefรคllt die Stoffkombination, hast Du den Schnitt fรผr das Schild selbst erstellt?
    Danke fรผr die Idee
    Liebe GrรผรŸe
    Tyche

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    1. findest du? Ich denke ich hรคtte noch knapper an der Naht schneiden sollen, aber ich hab mich nicht getraut. Der Schnitt ist von mir, den kรถnnten wir noch einfรผgen- werde Sabine beauftragen, liebe GrรผรŸe, Silvia

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  2. Das ist ein tolles Thema. Macht super Effekte. Deine Verarbeitung ist klasse…. was fรผr eine gute Idee eine ‚Schildkappe‘ zu nรคhen.
    LG
    Christine

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  3. Ein interessanter Effekt und ein hรผbsches Ergebnis! Das Einziehen stelle ich mir nicht einfach vor, ich muss das auch mal ausprobieren.

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  4. Ich mag das total, wie das Muster herauskommt. Das ist wohl das „original Cording“. Die Muster werden mit dieser Technik vielfรคltiger, aber die Planung ist, wie Du schreibst, wesentlich grรถรŸer.
    Liebe GrรผรŸe
    Ines

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    1. ich weiรŸ nicht ob das das „original Cording“ ist, jedenfalls entspricht es den Vorlagen unserer Gastgeberin, der Licht- und Schatteneffekt ist auch recht schรถn, nur technisch -stelle ich mir vor- gibt es noch Luft nach oben. Liebe GrรผรŸe, Silvia

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