#hackmyDirndl – Patchworkdecke

*** Ausgangsmaterial kostenlos von coBranda zur Verfügung gestellt ***

Das ist definitiv meine allererste Patchworkdecke. Es ist natürlich auch nicht allzu kompliziert geworden. Inspiriert bin ich von afrikanischen Webdecken. Diese werden aus sehr schmal gewebten Streifen zusammengenäht. Die Webstreifen sind abwechselnd längs- und quergestreift. Die Farbigkeit der Webdecken beschränkt sich überwiegend auf die warme Farbskale, viel Gelb, Rot, häufig mit kräftig kontrastreichen Schwarz. Nun, mein Dirndlrock, ein Kinderrock ist blaugrün gestreift. Ich habe lange an einer kimonoartigen Jacke herumspekuliert, spontan aber Lust auf Patchwork bekommen. Der Grund dazu war einfach: Es kamen ein paar Stoffrestchen auf dem Rock zu liegen und bildeten eine so schöne Ergänzung.

Also habe ich mich patchworkmäßig erst einmal schlau gemacht in meiner Bibliothek und da eben auch afrikanisch inspiriertes Patchwork bewundert. Patchwork ist ja eigentlich das große Hobby meiner Mutter. Vor Jahren schon, als sie damit begann, hatte ich eine Schneidematte samt Zubehör bekommen und gedacht: „Du lieber Gott, jetzt will sie, dass ich es auch unbedingt versuche…“ Ich habe es natürlich erst einmal strikt abgelehnt (innerlich). Aber, das muss ich ehrlich zugeben, ich kann ihre Freude an den Möglichkeiten von Patchwork nachvollziehen. Sie näht auch viel genauer als ich und ist an schwierigeren Konstruktionen interessiert. Für mich ist es mehr ein Spiel mit Farben und Mustern, eine tolle Möglichkeit Reste zu verarbeiten und mir gefallen einfache Formen am besten.

Zuerst habe ich aus meinen ausgewählten Resten zwei Arten von Rechtecken genäht: Die blauen und türkisen Streifen des Rocks mit Resten von Sabines Krakenkleid; Wäschekluppenprint, Retropunkt- und Dirndlstoff ebenfalls. Ich habe den Rock in Streifen und dann in Rechtecke geschnitten. Danach konnte ich alles auflegen und die Reihen zusammennähen. Als Rahmen verwendete ich den Rest der dunkelblauen Rockstreifen und Blaudruckreste (meine daraus genähte Jacke gibt es hier zusehen). Als Unter- und Zwischenstoff verwendete ich eine alte Bettwäsche. Die Größe der Decke ergab sich aus der Menge der rechteckigen Flicken. Ich habe die Decke mit der Hand zinnenartig abgenäht.


Fazit: Gefällt mir, schon der Ursprung des Patchwork, diese Möglichkeit der Flickenverarbeitung ist toll. Es gibt natürlich auch viele schöne Stoffe zu kaufen, in allen Farben und Musterungen. Mein Problem ist die angebotene Fülle: für mich ist es einfach leichter wirklich in Resten herumzusuchen, im Geschäft kann ich mich für nichts entscheiden.

Material: Second-Hand Dirndlrock – unentgeltlich zur Verfügung gestellt von CoBranda, Stoffreste, braunes Schrägband

Weitere Beispiele wird es noch hier zu sehen geben:

Also Augen aufhalten und gespannt sein was entsteht!


4 Gedanken zu “#hackmyDirndl – Patchworkdecke

  1. Lustig, dass Du Dich zum Patchwork hast verführen lassen! Das sieht nach einer idealen Gartenlümmeldecke aus!
    (Ich muss endlich meinen Blogpost schreiben…)
    Liebe Grüße
    Ines

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    1. Ja, ich gebe zu, nachdem ich dieses innere Abwehren aufgegeben habe, verstehe ich jedenfalls, was daran so begeistert…Ich werde sicher noch mehr machen. Das Prinzip ist ja einfach toll. Was gibt es von dir schönes zu sehen? Ich bin schon so gespannt! Liebe Grüße, Silvia

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  2. Tolle Decke, die Farben sind so herrlich harmonisch und das Muster sehr wirkungsvoll – das muss ich mir unbedingt merken. Irgendwann werde ich auch wieder die innere Ruhe haben eine Patchworkdecke zu nähen, da ist es immer gut, Ideen im Hinterkopf zu haben. Viel Freude an der Decke und liebe Grüße, Kuestensocke

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    1. Die sehr gleichmäßigen Wiederholungen meiner Stoffstreifen-Rechtecke haben mir das Zusammenstellen sehr erleichtert, dann war auch noch die eindeutige Begrenztheit des Materials… das ist immer gut für mich. Aber diese Arbeit fiel mir viel leichter als ich dachte, und jetzt liegt die Decke draußen am Liegestuhl (diese Decken kann man so gut waschen-was ein großer Vorteil ist bei Hund und Katze!). Liebe Grüße und hoffentlich bald viel Ruhe und Muße, Silvia

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