Alle meine Taschengriffe: Ein Sonntagsprojekt- die Zebratasche

Zebratasche

Letzten Herbst habe ich groß von meinem neuen Jahresprojekt geredet: von monatlichen Taschen mit meinen Griffen usw. Zwei Taschen habe ich genäht (Shweshwe Taschen). Dann schlief das Projekt ein. Wie das Leben so spielt, ging (und geht) es drunter und drüber, von Planbarkeit keine Spur… Was mir vor allem fehlte war Muße. Muße zum Überlegen, Probieren, Recherchieren, Herumtüfteln, alles was das Arbeiten mit Textilien für mich so zauberhaft macht. Also versuche ich jetzt wieder an diese Idee anzuknüpfen und weitere „Taschenspielereien“ umzusetzen.

Zu meiner ohnehin schon üppigen Taschengriffsammlung erhielt ich einen Neuzugang: Ein hübscher Bügel in Hornoptik mit einem Börsenverschluss. Genaugenommen hat Sabine ihn von einer Nähkurskollegin erhalten. Sabine hat ihn an mich weitergegeben mit dem Hinweis ihn bald zu verwenden-zeitnah, wie es neuerdings so schön heißt. Deshalb- und um ihn nicht zu brechen- blieb der Taschenbügel auf meinem Arbeitstisch liegen. Ab und zu probierte ich Stoffstücke dazu, aber die Inspiration, das Große:“Das ist es!“ war noch nicht dabei – bis heute Nachmittag.

Nachdem ich letzte Woche im Garten sehr fleißig war und den Dschungel zumindest etwas in die Schranken wies, wollte ich mir heute ein richtiges sonntägliches Mußeprojekt gönnen. Was genau, wusste ich selbst noch nicht. Irgendwie wünschte ich mir eine Handarbeit, die ich nach draußen nehmen könnte. Sticken wäre ideal, aber was? Außerdem liegt bei mir (schon länger) eine Schiebermütze, der ein paar Handnähte fehlen, herum. Ich habe sie mal ein bißchen hin- und hergedreht… Da kam mir der Bügel in die Hände. Ich begann tatsächlich ernsthaft nach dem idealen Stoffpartner zu suchen. Vintagemuster wirkten gut oder Retro, sogar Blaudruck war möglich. Endlich hatte ich mich für einen Stoff entschieden und einen Schnitt gezeichnet, als mir der Zebrastoff einfiel. Diese Kombination hatte am meisten Charme und Witz. Aus dem Zebrastoff hat Sabine vor längerer Zeit ein sehr hübsches Ensemble genäht. Ich selber habe vor kurzem damit einen sehr originellen Hut genäht, mehr dazu ein anderes Mal.

Entstanden ist aus dem dekorativen Zebraprint eine aufällige kleine Tasche, die zum Schmunzeln einlädt und nicht ganz ernstgenommen werden will…


Fazit: Der Mix aus Maschinenähen und dem Fertigstellen von Hand, war genau das Richtige für meinen Sonntagnachmittag!

Material: Baumwollprint, Futterstoff, Einlage, Taschenbügel, Nähseide

Schnitt: dem Bügel entsprechend gezeichnet


4 Gedanken zu “Alle meine Taschengriffe: Ein Sonntagsprojekt- die Zebratasche

  1. Kicher: sieht wirklich ‚tierisch‘ gut aus; Gratulation!
    DER Verschluss (= begeisterter Hopser hierzu) !!!

    Bzgl. „zeitnah“ (und/oder ‚planmaessig laufende Plaene‘): am sichersten scheinen wohl (weltweit?) derzeit ueberwiegend PROBLEME zu laufen ?!
    Ausserdem hat COVID auch eine ‚besondere Liebe‘ gegenueber dem Wirtschafts-Begriffe „just-in-time“ (und sogar „global“!) gebracht: es gab (gibt!) naemlich dadurch KAUM Vorraete; egal welche Produkte betreffend!?
    Ausnahme: die Einmach-Glaeser in meinem eigenen Vorratslager ^^!
    War ‚Die Schule des Lebens‘ DIESbzgl. wenigstens erfolgreich (= vor allem f. u/Wirstschaft/Industrie) ?
    Ich werde gerneST u/lernfaehigen Firmenbesitzern/- Managern hierbei zusehen/-hoeren (und fuuurchtbares
    ‚lebendiges, laufendes ‚Gewissen‘ spielen = grimmig Lach!)

    Ansonsten: Geniesse Deinen Garten & sonstiges Dir wichtiges „Co.“ und lass Dich nicht von Deinen eigenen Plaenen hetzen wenn sie aufgrund ‚aeusserer Einfluesse‘ zu VERsprechern werden (muessen?!).

    PS: Ich weiss nicht was DU denkst/kennengelernt hast aber MEIN Basilikum waechst am besten/schneckensichersten inmitten eines ‚Wassergrabens‘. Vorsicht aber: der ‚Wassergraben‘ darf nur relativ seicht/flach sein, sonst lassen sich die kleinen Kritter doch glatt in ihren schwimmfaehigen Haeuschens an die ‚futterversprechende Basilikum-Seite‘ treiben: sie muessen durch’s Wasser GEHEN muessen (so sie koennten). D.h., mit ihren ‚hauseigenen Schwimm-Pontons‘ dann eben vor ihrem Ziel ’stranden‘ !

    Liebe Gruesse und viiiiel Glueck,
    G

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  2. Ich finde, das beschreibst du gut: Genau das richtige Maß Augenzwinkern und Humor. Das Zebra-Outfit von Sabine habe ich jetzt auch nachgelesen: Coole Kombi! Hinreissend der gelbe Petticoat! Liebe Grüße, Gabi

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