
Es gibt im Nadelbriefjahr eine Fülle interessanter, manchmal ungewöhnlicher Themen. Es gibt da z. B. Techniken (Sashiko, Alabama Chanin …), Materialien (Spitze, Stein, Packpapier …), Märchen und Länder, Minisätze mit einer bestimmten Aussage. Aber darunter ist nur ein Musikstück. Wenn man die Klammern weglässt heißt das Thema „Für Elise“, und das ist der Titel eines sehr berühmten Klavierstücks von Ludwig van Beethoven. Ich denke tausende und abertausende Klavierschüler haben sich versucht an diesem Stück (oder mussten es üben …) und die Zahl der Einspielungen von Pianisten ist bestimmt groß. Ich weiß jetzt nichts spezielles über das Stück, aber wenn ich daran denke, erscheint es mir ungewöhnlich lieblich und sanft für einen Komponisten wie Beethoven. Nun, ich entschied mich also für die Musik-als-Inspiration-Variante (wer ist wohl mit Else gemeint?). Die Musik plätschert sanft schaukelnd, also sollte mein Nadelbrief mädchenhaft lieblich ausfallen: Schmetterlinge, die durch die Luft schaukeln, helle Farben, Rosa, Hellblau, Licht, Leichtigkeit, jugendliche Unbeschwertheit.
Ich habe wieder auf die Falter aus dem Buch Sticken mit Applikationen zurückgegriffen. Als Untergrund hatte ich mehrere Stoffe zur Auswahl, alle mit Blümchen oder Röschen, entschied mich aber für den Rest von Annas Kielo Wrap Dress. Es ist ein zarter Stoff, der an ein flüchtiges Aquarell erinnert. Einige Schmetterlinge wollte ich plastisch gestalten. Das war etwas schwieriger als erwartet. Letzlich habe ich feine Baumwolle auf Filz aufgebügelt, beide Stoffe mit einem Wickelstich zusammengenäht und mit den Stichen, die den Körper bilden am Nadelbrief fixiert.

Fazit: Der Nadelbrief ist ein bisschen schief geworden, (gerade Nähte waren noch nie meine Stärke). Von der Anmutung finde ich ihn zum Thema passend, das mit gestickten und eher plastischen Schmetterlingen habe ich mir leichter vorgestellt.
Verlinkt zu Frau Nahtlust.

Sehr hübsch, das hat wieder so eine frühlingshafte Leichtigkeit. Übringes: die Dame heißt Alabama Chanin
LG
Sylvia
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Tatsächlich? Man erfährt immer etwas neues. Es guckt wirklich sehr nach Frühling aus, ein guter Nadelbrief für die düstere Jahreszeit, damit man von Blümchen täumen kann. Liebe Grüße Silvia.
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Zur Ergänzung- ich hab den Schreibfehler übersehen, also danke für die Korrektur. Silvia
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Oh, liebe Silvia, wie bereits auf Instagram geschrieben: wunderbar zart und leicht und passt für mich hervorragend zur Melodie, die ja sehr viel Verspieltheit in den Tönen trägt. Sehr fein und zart, und der Effekt des Frühlingshaften kommt gut rüber – und passt zu jeder Jahreszeit, denn es ist unbeschwert und leicht :-) Danke fürs Verlinken. LG. susanne
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Etwas spät aber doch, aber ich habe noch ein paar Ideen für die nächsten Nadelbriefe…Liebe Grüße Silvia
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Eine sehr schöne Umsetzung der Musik. Da schwingt das Stück fast mit.
Liebe Grüße
Monika
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Freut mich, danke! Liebe Grüße Silvia
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Ach, das sieht wirklich sehr zart, fein und luftig aus! Gute Idee, die Schmetterlingsflügel mit Filz zu verstärken. Dein Nadelbriefchen erinnert mich an manche feuchte Stellen auf einem Felsen am Fluss, wo sich Schmetterlinge /zum Trinken? Zum Sonnen?) zusammenfinden. Wenn man sich nähert, fliegen sie in einer Wolke hoch. lg, Gabi
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Sowas habe ich leider noch nicht gesehen, so Schmetterlingsgruppen, in Natura. Aber so in etwa war der Gedanke zu meiner Arbeit. Liebe Grüße Silvia
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