Tipps und Tricks rund ums Sticken

 

Sticken ist gerade toootal im Trend! Hat es dich auch schon angesteckt das Stickfieber? Gemütlich mit Stickrahmen am Balkon, die Sonnenstrahlen genießen?

Hier sind gesammelt meine Tipps und Tricks rund ums Sticken, die Dir das Leben einfacher machen werden. Garantiert! =)

Grundausstattung

  • Oma und ältere weibliche Verwandte sind meist gute Quellen um sich mal Stickgarn und Rahmen zu borgen. Oder Second Hand findet man auch oft Material.
  • Ein guter Stickrahmen ist sehr hilfreich. Woran man gute Qualität erkennt und welche Arten es gibt, darüber habe ich einen eigenen Beitrag geschrieben.
  • Der meistverwendete Stickuntergrund ist Baumwolle und Leinen, aber besticken lässt sich eigentlich alles, wo Löcher gemacht werden können.
  • Sehr grobe oder empfindliche Stoffe am besten mit einem dünnen Vliesstoff stabilisieren.
  • Sticken lässt sich mit vielen Garnen, es muss also nicht Stickgarn sein. Man kann auch Wolle, Häkel- oder Webgarn verwenden.
  • Licht, kann man nicht oft genug wiederholen, aber gutes Licht ist essentiell.

 

Der Start

  • Motive übertragen: Durchpausen mit dem Frixion Stift (verschwindet bei Hitze, es können aber auf manchen Stoffen weiße Linien zurückbleiben, diese lassen sich auswaschen), Bleistift, wenn die Linien komplett überstickt werden, oder die üblichen langsam verblassenden Spezialstifte. Übertragen durch Durchpausen mit Blaupapier oder Kopierpapier (erhältlich im Nähbedarf). Oder man verwendet Bügeltransferstifte, wenn das Motiv wiederholt benötigt wird.
  • Die ideale bzw. maximale Länge des Stickgarns: von der Hand bis zum Brustbein für Perlgarn und fest verzwirnte Garne, Sticktwist ca. 40 cm, Metallic 15 cm. Allerdings: manche Garne zerfleddern sehr schnell zb Metallic Garn, da verwende ich in etwa eine Elle. Mit der Zeit bekommt man ein Gefühl dafür.
  • Die richtige Nadelgröße: Die Nadel macht das Loch für den Faden. Macht der Faden Kratzgeräusche beim Durchziehen, ist die Nadel zu klein und eine größere Nadel muss verwendet werden. Auch hier bekommt man nach kurzer Zeit ein Gefühl welche Nadel die richtige ist.
  • Zu Beginn den Faden folgendermaßen sichern: Knoten machen, von oben starten, so platzieren, dass der Faden beim Sticken nicht stört. Dieser Anfangsfaden wird erst nach Beendigung der Stickerei vernäht: bei zwei Stofflagen mit Rückstichen (3 Stiche) vernähen oder bei einer Stofflage vorhandene Stiche umwickeln (5 mal), den Startknoten abschneiden.
  • Korrekt beenden: wie beim Starten mit Umschlingen oder Rückstichen.

 

Sticken, Sticken, Sticken

  • Bei längeren Distanzen zwischen Stickbereichen, den Faden entlang vorhandenen Stichen führen. Besonders bei durchscheinendem Stoff sind Spannstiche querfeldein zu vermeiden. Immer abschätzen, ob es Sinn macht den Faden weiter zu führen, oder ob es einfacher ist den Faden zu vernähen und neu zu starten.
  • Wird mit beiden Händen gestickt (der Stickrahmen ist fix montiert und muss nicht gehalten werden) ist die Schreibhand unten und die andere Hand auf der Oberseite.
  • Mit der Nadel an der Unterseite des Stoffes entlang gleiten, damit man sieht, wo man ist und nicht auf gut Glück rumsticht.
  • Rahmen umwickeln, das sorgt dafür, dass der Stoff besser im Rahmen gespannt bleibt.
  • Großer Rahmen, kleiner Stoff: Entweder außen Stoff annähen oder das Stoffstück auf ein zweites, größeres Stoffstück heften. Bei zwei Lagen Stoff lässt sich auf der Rückseite der Faden super auf dem hinteren Stoff vernähen.
  • Nach dem Sticken und bei längeren Pausen den Stoff aus dem Rahmen nehmen, der Stickrahmen kann sonst sehr starke Abdrücke hinterlassen.
  • Mehrere Projekte in Arbeit? Lagere alles, was du zu einem Projekt brauchst, zusammen. Sonst fehlt auf einmal das passende Garn, die Lieblingsnadel oder du bist nicht mehr sicher welcher Rotton nun der Richtige ist.
  • Du bestickst ein Kleidungsstück vor dem Nähen? Dann ist die richtige Position der Stickerei und die perfekte Passform essentiell. Ich empfehle Dir, wenn die Stickerei nicht zufällig auf einem Kragen oder einer aufgesteppten Tasche ist, das geplante Modell vorab testweise zu nähen. Um einerseits die perfekte Passform zu erreichen, wenn die Stickerei über Nähte und Abnäher weiterlaufen soll und das Ganze erst nach dem Sticken zusammengesetzt wird, andererseits sieht du, wenn du die Stickerei aufzeichnest (oder als Platzhalter Stoffstücke aufsteckst), ob die Platzierung wirklich perfekt passt.

 

Nach dem Sticken

Das Bügeln von Stickereien ist ein Ding für sich, eigentlich sollte man es komplett vermeiden, da die Stickerei schnell platt wird.

  • Möglichkeit 1: Stickerei komplett nass machen und dann auf einem wasserfesten Untergrund spannen
  • Möglichkeit 2: Bügeleisen unter die Stickerei, Bügelseite nach Oben, ein nasses Tuch drauflegen, Stickerei drüberhalten, wirkt echt Wunder. Der Frixionstift verschwindet, Falten gehen raus und die Stickerei geht auf (plustert sich auf, wenn es vorher geplättet war), enstpannt auch eventuell sehr straffe Stiche.
  • Muss doch gebügelt werden, ein Handtuch unterlegen und wenig Druck verwenden, die Stickerei kann trotzdem etwas platt werden.

 


3 Gedanken zu “Tipps und Tricks rund ums Sticken

    1. Eine gute Basis zum Starten ist der handelsübliche Sticktwist. Bei Spezialgarn merkt man dann ohnehin ob man es wirklich braucht oder man es einfach nur hübsch findet, aber sowieso nicht verwendet.

      Am besten guckst online ob jemand seinen Vorrat loswerden möchte, da bekommt man günstig gleich eine größere Auswahl und altes Garn ist, wenn gut gelagert, qualitativ oft besser als neues.
      Lg Sabine

      Liken

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