Kombi-Partner: Erweiterung des grünen Frühlingssets

Erweiterungsset

Meine Mama hat mir mal erzählt, dass man theoretisch im Idealfall zu jedem Unterteil drei Oberteile haben soll. Und mit dieser Bluse komme ich dem bei meinen kiwigrünen Rock schon einiges näher bzw. habe das Ziel der Kombinierbarkeit erreicht.

Wobei ich ehrlich gestehen muss, ich bin beim Kombinieren von Teilen nicht sonderlich kreativ. Meist ziehe ich die Sachen so an, wie ich sie vor dem Nähen geplant habe und eher selten mische ich dann die verschiedenen Teile. Selbst wenn ich Kleidungsstücke kombinieren könnte, komme ich meist erst gar nicht auf die Idee.

Ich erinnere mich allerdings, dass ich mir zum Frühlingsensemble einen ausgefeilten Plan gemacht habe mit verschiedenen Oberteilen, die ich gerne dazu hätte. Ein cremefarbenen Top mit Volants (Vollkatastrophe, einfach nur hässlich), ein enges Top in Lila (nie genäht), eine Streifentop (nichts geworden, Jersey und ich *brrr*) und eventuell aus den Resten des Musterstoffes dazu ein Bustier. Und dazu noch passend eine Jacke, ein Rock und eine Marlenehose. Alles in Weinrot, Violett, Dunkelblau und Creme. Aber wie das so ist – mit detaillierten Zukunftsplänen – aus einer farblich harmonisch und leicht kombinierbaren Gaderobe ist nichts geworden. Das eine oder andere Stück, das in meinem Plan vorkam, habe ich zwar genäht (zu einem anderen Oufit), aber nicht in dem Gedanken, es dann mit dem Frühlingsensemble zu kombinieren.

Und ich habe festgestellt, dass ich, warum auch immer, ungern einfarbige Stoffe miteinander kombiniere. Wenn es von oben bis unten dieselbe Farbe ist, stört es mich nicht, aber wenn es oben lila und unten weinrot ist, ist mir das zuviel der Farben. Ich kombiniere viel lieber einfarbig mit Muster oder auch Muster mit Muster. Eines meiner Lieblingswinter Outfits war Shorts mit Strumpfhose – mit schwarzweißem, geometrischen Muster – und dazu ein ebenfalls schwarzweiß gemusterter Pulli. Vielleicht etwas wild, aber ich habe die Kombination gerne getragen. Aufgrund eben jener erwähnten Vorlieben bemühe ich mich einfarbige als auch gemusterte, kombinierbare Kleidungsstücke zu nähen. Dass ich dann eines Tages den perfekten Kleiderschrank habe, auf den ich alle Stylingregeln anwenden kann, bezweifle ich, aber ich bemühe mich nicht nur Einzelgänger zu nähen.

Umso besser, dass ich dafür zu meinem aktuellen Lieblingsrock eine weitere passende Bluse habe, neben der früher gezeigten Bluse mit überkreuzten Trägern. Ich vermute aber auch, dass meine PomPom Bluse gut zum Rock passen würde oder auch meine neue gestreifte Bluse. Tatsächlich schon dazu getragen habe ich meine Harlekinbluse.

Was mich auch gleich zum Schnitt der Bluse bringt, denn dieser ist erneut derselbe aus „Frau und Mutter“, der schon bei der Harlekinbluse zum Einsatz kam. Und erneut ist es ein Karlotta Pink-Stoff geworden. Ich finde einfach, im speziellen, die Handlooms von Karlotta Pink perfekt für Blusen. Dieses Stückchen Stoff habe ich als Stoffrolle an einem Zürcher Nähevent gekauft. Nachdem die Stoffmenge schon vorgegeben war, musste ich gucken, wie ich die Bluse am besten zuschneide. Da die Stoffe ja meist nur 110 cm breit sind, kann man Vorder und Rückenteil nicht nebeneinander auflegen. Des weiteren musste ich aufgrund von Stoffknappheit im hinteren Rücken eine Naht setzen, die angeschnittenen Ärmel abschneiden und durch Bündchen ersetzen. Bei denen ich natürlich auch auf maximale Symetrie geachtet habe. Das korrekte Weiterlaufen des Musters an der Seiten und Rückennaht war mir ein besonderes Anliegen, und natürlich, dass es auch vorne mittig ist, alles andere wäre nicht akzeptabel.

Link seitlich gibt es wieder einen nahtverdeckten Reissverschluss. Das Innenleben ist mit französischen Nähten versäubert und beim Reißverschluss mit der Hand vernäht. Der Beleg ist aus einem weißen Batist da vom Musterstoff nichts mehr über war (man hätte es auch durchgesehen). Recht viel mehr kann ich über die Bluse nicht berichten und über den Rock habe ich ja hier schon geschrieben. Genäht habe ich die Bluse übrigens außer Haus, begonnen am Nähwochenende in Einsiedeln von Karlotta Pink und vollendet am Nähcamp Schweiz von Frau Fadegrad.

Als Fotohintergrund diente eine sehr bunte Gasse in Luzern, die wir bei dem Besuch des Vintageladens „Herzblut Vintage“ entdeckten, und so durfte ich mich vor jedes einzelne andersfarbige Haus stellen um zu testen, welche Farben am besten wirkt. Diesmal haben wir die Detailbilder zum Rock nachgeholt (die sind bei den ersten Fotos leider verloren gegangen).


Fazit: Die Bluse ist inzwischen schon meine dritte Variante nach demselben Schnitt. Als nächstes ist vermutlich wieder ein neuer Schnitt dran. Aber für eine schlichte Bluse ist dieser Schnitt einfach ideal. Außerdem habe ich jetzt noch eine Bluse mehr zu meinem Rock. Herz was willst du mehr.

Schnitte: Bluse: „Frau und Mutter“, 10/1951 – einen ähnlichen gibt es bei How to do Fashion, wenn man sich für den Newsletter anmeldet; Rock: Neuer Schnitt 6 /1956;

Material: Bluse: Blockprint von Karlotta Pink; Rock: Leinenmischung von Buttinette

Zeit: An einem Nähwochenende begonnen, an einem anderen Nähwochenende vollendet

Verlinkt zu CreaDienstag, HoT, DienstagsDinge, CreateInAustria, SewLaLa.

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8 Gedanken zu “Kombi-Partner: Erweiterung des grünen Frühlingssets

  1. Tolles Outfit, besonders die Farbe vom dem Rock 😍😍😍 Das mit den Nähplänen kenne ich auch. In meinem Kopf sieht das alles immer sooo toll aus, aber bis ich mit der Ausführung nachkomme habe ich schon wieder 1000 andere Ideen. Die Idee zu jedem Unterteil drei Oberteile zu haben finde ich gut. Das werde ich in meine nächsten Pläne mal mit einbeziehen. 😉

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    1. Ach wenn ich all meine Ideen und Pläne tatsächlich umgesetzt hätte, würde mein Kleidungschrank doch ziemlich anders aussehen.

      Aber das ist ja auch das schöne dass man nach Lust und Laune sich umentschieden kann etwas anderes zu kreieren.
      Lg Sabine

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  2. Liebe Sabine

    Es war schön, dich am Nähcamp kennen gelernt zu haben. Ich freue mich auf das Nächste im Herbst. Kommst du dann mit diesem wunderschönen Motorrad angeflizt 😉

    Herzliche Grüsse

    Verena

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    1. Das wäre was mit dem Motorrad vorzufahren, da bräuchte ich aber dann nen Beiwagen für die Nähmaschine, wenn den das Motorrad meins wäre und ich nen Führerschein hätte.

      Freue mich auch schon sehr auf das Nähenweekebd im Herbst.
      Lg Sabine

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