Sammelsurium – Eine Tasche für Spaßvögel und Avantgardisten

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Nein, natürlich, diese Tasche hat nichts mit Kunst zu tun, aber viel mit dem Spielen und Experimentieren mit ungewöhnlichen Materialien. Zuallererst möchte ich meine Ausgangsmaterialien vorstellen: Eine dreiviertel Hose aus einem seltsamen ( für eine Hose meine ich) nylonähnlichem Stoff, den man eher  als Regenschirmbespannung oder  Schutzhülle erwarten würde, denn als Sommerhose, in der man sicher schwitzt. Die Hose war sehr aufwendig gearbeitet mit Ziernähten und Bändern, zahlreichen Taschen und Täschchen, sowie einem sichtbar eingenähten, metallenen Reißverschluß uvm.

So etwas kommt meiner Faulheit sehr gelegen, denn beim Upcycling gilt für mich immer: warum ein Täschchen nähen, wenn schon eins vorhanden ist. Das  Schwarz der Hose in Kombination mit dem Rot und Silber ist zudem sehr attraktiv und für eine Tasche gut geeignet.

Ich hatte schon vor längerer Zeit einen  Metallrahmen in Form des klassischen Geldbörsenverschlusses gekauft (jaja, ich weiß, ich bin ein Hamster). Das war die perfekte Ergänzung, nur das Befestigen machte mir etwas Sorge.

Das Schwierigste war einen passenden Riemen, eine Kette oder was auch immer zu finden. Etwas, das mich wirklich überzeugt. Deshalb zog sich die Fertigstellung auch ziemlich hin – mit einem Wort das Projekt schien ein Ufo zu bleiben. Aber (sammeln lohnt sich) in meiner Knopflade ist auch eine Schachtel mit diversen Metallteilen von Taschen, Gürteln, Uhren, Rucksäcken, alt und neu. Mit Schlüsselringen ließ sich daraus eine fantastische und dekorative Kette bilden. Für den Schulterbereich habe ich ein Stück von einem Gurt mit zwei Ösen eingefügt, damit man die Tasche wirklich tragen kann.

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Zu den Arbeitsschritten:

  • Die Hose oberhalb der Innennähte abschneiden, je nachdem wie tief die Tasche werden soll.
  • Aus einem Hosenbein einen Boden schneiden und mit der Maschine  zusammennähen.
  • Die Tasche mit der Hand an den Rahmen nähen, das ist ein bisschen eine Spielerei. Dafür einen festen Faden nehmen und nicht nervös werden.
  • Ein passend großes Futter nähen, hier aus einer roten Bluse. Das Material sollte leicht und weich sein. Per Hand einsetzten.
  • Die Kette gestalten, es könnte auch ein Gürtel oder eine Kordel sein
  • Wer Lust hat kann noch ein paar Dekoelemente aufnähen. Ich habe Buttons und eine Quaste aus Garn verwendet.

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Noch mehr fantasievolle Projekte, die fleißige Hände gezaubert haben, gibt es bei Rums


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