Lockdown, Homeoffice & Nähprobleme

Liebe alle, ich weiß, ich jammere auf hohen Niveau, aber ich freue mich schon wirklich auf etwas Normalität. Auf Stoffe streicheln und einen gemütlichen Nähplausch „in Echt“ (oder darf man sogar schon von Nähwochenden träumen). In kurz: Ich hatte in den letzten Wochen einen (kurze) Motivationsausreißer ins Negative.

So, und nun das nächste Problem. Was soll man auch nähen? Jogginghosen… Nicht motivationssteigernd.

Hier ein kleines Geheimnis: Mein meistgetragenes selbstgenähtes Kleidungsstück ist meine Pyjamaset aus japanischem Stoff. Danach meine selbstgenähte Jogginghose, die leider schon etwas peelt. Fazit: Man soll sich auch für zuhause schöne Dinge nähen.

Mein innerer Monolog war ungefähr so …

Die Couch ist ja so gemütlich und was brauche ich den gerade überhaupt?

Jogginghosen!

Jogginghosen sind langweilig, hab außerdem zwei!

Nur zwei?! Viel zu wenig! Denk mal dran wie oft Du grade Jogginghosen wäscht…

Trotzdem. Jogginghosen.?! Naja, …

Die kannst Du sogar im Homeoffice anziehen, die sieht man ja nicht!

Ich hab keinen Stoff. Pech!

Aber sie mal dieses schicke Set von XXX und YYY und ZZZ. Und ohh, die ganze Nähwelt, näht schicke Homeoffice Outfits!

Ich weiß nicht so recht. Eigentlich hatte ich doch was ganz anderes geplant für das ich Stoff und Schnitt schon habe!

Und Sweat nähst Du doch auch nicht so gerne. Die Overlock mag die dicken Stellen nicht…

In Bayern geht wieder „Click & Collect“, jetzt ruf doch mal im Stoffladen an. Lokale Wirtschaft unterstützen und so.

So, oder so ähnlich, habe ich tatsächlich ein Homeoffice-Set genäht. Und im Gegensatz zum Regelfall, sogar angezogen, bevor ich Fotos für den Blog gemacht habe.

Und nun zu den Schwierigkeiten vom Lockdown nähen: Der Sweat ist genial! Wirklich. Bündchen auswählen lassen, wird jedoch nie an das eigene Tüfteln heranreichen. Der Sweat hat aber genug Elasthan um auch als Bündchen durchzugehen. Und dann ist man zuhause und merkt, dass man zwar echt viele Nähgarne in Olivtönen hat, aber eben nicht das passende. Und das gleiche gilt bei der Kordel … 5cm Gummi gab es Gott-sei-Dank in meinem Lager! Also an alle, Lager gibt es aus guten Grund.

Auf den Fotos von links nach rechts: Das Bündchen passt und passt doch nicht, meine Overlock schlägt Schlaufen, kein passsender Faden, und Naht-Farbentest…

Mein Oberteil war im Kopf übrigens „oversiziger“. So fühle ich mich etwas wie in einem schicken Sportoutfit aus den 90ern. Aber hey, es ist für zuhause – und vielleicht kaufe ich noch etwas Stoff nach? Eine weitere Oberteilalternative schadet doch nicht, oder? Oder noch eine Jogginghose?! Die sind echt schnell genäht!!!


Fazit: Homewear zahlt sich aus, wenn man sie denn endlich mal näht!

Schnittmuster: Hudson Pants von true bias mit High-Waist Hack, Pulli Mirl aus der LMV (Größe lt. Maßtabelle gewählt)

Stoff: Softsweat von Aladina (hat sich perfekt gehalten beim Vorwaschen und fusselt nicht und sooo schön weich! Absolute Empfehlung – das kann ich nicht oft sagen!)

Veröffentlicht in Blog

2 Gedanken zu “Lockdown, Homeoffice & Nähprobleme

  1. Mir gehts grad ähnlich mit der Motivation, aber da zwei meiner Schlafanzughosen quasi gleichzeitig zerrissen sind, musste gestern spontan ein aussortiertes Männershirt für eine neue Hose herhalten. Sieht interessant aus mit den angestückelten Beinen, aber immerhin ist sie bequem und wird bestimmt oft getragen in den nächsten Wochen :)

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  2. Hmm, ein kleiner Tip aus Australien; einem bzgl. ‚Entfernungs-Challenge‘ zwar ‚zivilisierterem‘ Teil, aber trotzdem öööfter als oft in argen Noeten eines Ladens f. Naehzubehoer:

    – Kordeln/Baendchen aller Art (und Farben!) sind bei mir heisseste Sammel-Gegenstaende. ZUdem: flache, schwarze und weisse Schuhbaender in moeglichst langer Form. Die Schuhbaender sind – ziemlich selbsterklaerend – guenstige ‚Kordelbaender‘ fuer Ehemaenner mit gutem, aehem, ’several X-size-rating‘ und weniger ‚Farbanspruechen‘.
    Die (meist) kuerzeren farbige(re)n, aehem, Sammelgueter werden mitunter gestueckelt. Dies – so noetig/besser – mit etwas Gummi irgendwo in der versteckbaren Mitte, damit der ‚Fitzel farbiges Schwaenzchen‘ dann als Sichtwerk ‚arbeiten‘ (= genutzt) werden kann.
    Seit C-19 (und verstaerktem ‚Masken-Bau‘) wird auch ausgeleierter(er) Hosenbund (o.ae.) -Gummi mitunter hierfuer ausgeschlachtet. Frueher habe ich mitunter nur den Hosenbund gesamt knapp abgeschnitten (= so das Bekleidungsstueck ‚daran‘ nur noch down-gecycled wurde) und diese werden rundum Haus und Auto als schnelle Haltebaender verwendet.

    – Reissverschluesse und Knoepfe ausschlachten! Erstere – bei absoluter Unfaehigkeit einer Farb-Anpassung – mitunter ‚eklektisch modisch‘ zu verwenden, ist (mM) eine absolute „might be necessity at (many/any) times“ \../
    … und lacht hierzu bitte nicht (unnnoetig und hirnlos), denn eine ‚Weltreise‘ um solche Items finde ich einfach auch keine ausreichend ‚gruene Gesinnung‘, wenn man sonst herzlich wenig in derselben ‚Stoffladen-Gegend‘ braucht.
    Sie stehen wegen ihrer notwendigen ‚Groesse‘ (= WEITE, denn Australien HAT kein generelles Platznutzungs-System fuer Hoehe, da dies wegen der hierfuer noetigen Struktur viiiel teurer waere als eine windige, leicht ‚ausgekleidete‘ Blech-Lagerhalle ^^ ^^ ^^ ?) mitunter auch seeeehr ‚jodwehdeh‘! ABER: Parkplatz dadurch in rauhen Metern; bis zur ‚hiesigen Sahara‘) ;-) :-D !

    – Ja und mein lachenderweise erlernter Lieblings-Tip, wenn man wirklich auf die Schnelle(re?) farbpassende Knoepfe braucht, kommt ohnehin aus Deutschland: ich glaube, es ist Berlin und meine clevere Lehrerin (per Blog) hierzu war – so glaube ich mich zu erinnern: Frau C.D., ihreszeichens die Besitzerin eines sehr beliebten Naehblogs (mit starker ‚Namens-Aehnlichkeit‘ ;-) !), Buch-Autorin und wohl auch sonstig ein ziemliches Talent auf einigen Gebieten:
    Sie hat Plastik-Flaschenverschluesse einfach kurzerhand mit passendem Stoff, aehem, bekleidet; inkl. optisch auf-chicender ‚Polsterung‘.
    Ich habe die Dame damals als „a-b-s-o-l-u-t australien-tauglich“ bezeichnet und ich werde noch im Grabe dankbar sein fuer IHRE Idee: Frau C.D., ich ziehe noch heute aaalle meine Huete in Bewunderung!

    Ansonsten: Kopf hoch und durchhalten; irgendwie werden wir – hoffentlich – wieder einmal aus dieser Misere heraus kommen.

    PS: Wie waer’s eigentlich mit ‚Palazzo/Marlene‘ Hosen mit ‚temporaerem‘, winterlichen Bein-Abschluss?
    Wenn meine hierzu zu kurz sind, werden sie mitunter einfach auch zusammengerafft leicht noch hoeher geschoben und mit Lang-Socken-Buendchen zu Art ‚Bundhosen‘. Gar manche meiner faulen, Multi-Use-Ideen fand ich mitunter nur leicht spaeter als sog. ‚Neue Mode‘ in ihrer Einfach-Nutzung dann irgendwo an ‚beruehmteren Plaetzen‘ \../
    D.h.: Sh . tty, ‚petzende‘ Nachbarn(skinder?) mitunter und Auch-Kunden eines gemeinsamen Shopping-Centres ?

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