Leinen Fremantle Pants gehen als Secret Pyjama durch

Ich habe Hosen genäht. (Irgendwie näht gerade die ganze Familie Hosen.) Und zwar nach dem Schnittmuster Fremantle Pants von elbe textiles, einem Unisex-Schnittmuster. Aber (natürlich) für mich. Und sie gehen als „Secret Pyjamas“ durch. Der Trend der aktuellen Zeit. Schick, aber gemütlich. Denn über Video sieht man das ja nun wirklich nicht so genau. Hauptsache man hat ÜBERHAUPT Hosen an – damit scheint der eine oder andere Schwierigkeiten zu haben. Aber ich schweife ab …

Es ist grade schwierig einen Blogbeitrag zu schreiben, der so gar nicht an das aktuelle Zeitgeschehen anknüpft. Ja, auch mein Leben läuft weiter und verändert sich weiter. Aber, wir haben uns am Anfang explizit für einen Nähblog und gegen zu viel „alles-und-nichts-bla-bla“ ausgesprochen.

Zurück zum Thema: Ich mag den Stil von elbe textiles – mit einem Schwerpunkt auf Zero Waste und Nachhaltigkeit – und nachdem meine Webware-Joggers basierend auf den Hudson Pants nur solala geworden sind, hab ich diese ausprobiert.

Das Schnittmuster gibt’s in 3 Längen, wobei ich einfach kein Fan von nur wenig kürzer als lang bin. Dass es unisex ist, habe ich schon gesagt. Ja… so spannend ist es nicht?! Oh, vielleicht doch: Hinten gibt es zwei Abnäher am Po, und Taschen.

Den Stoff habe ich tatsächlich bereits (vor gefühlt Jahren) bei unserem Lieblingsstoffdealer myTex gekauft. (Nicht nur ich habe den Stoff gekauft, auch bei meiner Schwester und Mama findet sich der Stoff im Schrank allerdings noch unvernäht. ) Wir waren etwas am Zittern, wie er die Lockdown-Zeit übersteht – aber schon vor der offiziellen Maskenpflicht und dem damit verbundenen Run auf die Stoffgeschäfte, verkaufte er sehr gut Gummis und anderes, eher technischem, Nähzubehör, das nicht so sexy ist, an Gewerbebetriebe im Maskenmodus. Aber zurück zum Stoff: Es waren genau noch so ca. 130 cm auf dem Ballen – perfekte Länge für eine Hose – und ich fand die Schattierung zw. grün und orange einfach unglaublich. Ja, auch ich als nicht Grün-Fan kann mich Hals über Kopf in ein Grün verlieben.

Das Nähen ging recht zügig – Hosen haben das an sich. Und ich habe die Hosen noch im Jänner auf einem Nähwochenende genäht. Ich kann mich noch soo genau an die Gespräche über Corona in China erinnern – es schien einfach unendlich weit weg zu sein. Im Nähprozess sind ein, zwei dumme, aber nicht gravierende Dinge passiert. Lt. Anleitung, die grundsätzlich sehr gut ist, steht drinnen, dass zuerst das Gummiband in die Stoffhülle eingenäht wird, bevor der fertige Bund an die Hose genäht wird. Das kann ich so nicht empfehlen (aus zwei Gründen). Mein verwendeter Gummi war zu stark um ihn mit nur zwei Händen beim Annähen zu dehnen, und man kann so die Hose inkl. Gummibund und -länge nicht mehr testen.

Getestet hab ich so oder so nicht – war ja auch nur eine lockere Hose mit Gummibund … Gefühlt hätte ich nach dem Tragen gesagt, dass der Gummi etwas enger, und die Hose etwas höher sitzen könnte. Aber dafür gibt es im Notfall das Bindeband, mit meinen ersten Knopflöchern an meiner eigenen Maschine(!) ohne Knopflochfuß und ohne Knopflochautomatik(!) – eine Herausforderung. Und die Länge des Bandes ist etwas überdimensional, aber nachdem ich mich mit dem Wenden so geplagt habe, wollte ich es nicht mehr Abschneiden, aber das wäre eine schnelle Änderung.

Zum Fotografieren – mit einem Fernauslöser – kann ich nur sagen, dass ich meinen Fotografen nicht genug wertschätze! Dieser ist aktuell im Corona-bedingten Einsatz und nicht „zur Hand“. Das Grün ist übrigens in den Gesamtaufnahmen besser rübergekommen als in den Details … (Aber Photoshop hat auch da etwas nachgeholfen.)


Fazit: Ich bin jemand der Kleidung erst nach dem Fotografieren trägt – oder sofort ausmustert. Und ich habe tatsächlich fast eine ganze Kleiderstange voller fertig genähter Kleidungsstücke. Also habe ich mir dasjenige zum Fotografieren ausgesucht, das ich am „dringensten“ anziehen wollte.

Schnittmuster: Fremantle Pants von elbe textiles

Stoff: Leinenrest von myTex (Achtung, aktuell lange Schlangen!)


12 Gedanken zu “Leinen Fremantle Pants gehen als Secret Pyjama durch

  1. Super! Das sieht nach genau dem Schnittmuster aus, das ich für einen grünen Leinenstoff brauche, der zur Sommerhose werden soll! (Sehr cool finde ich auf der Schnittmuster-Seite den Mann mit dem weißen Rauschebart.) Sieht bequem und lässig aus, und trotzdem gut sitzend aufgrund der Abnäher hinten. Was will man mehr? Liebe Grüße, Gabi

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  2. Servus Annafranziska!
    Ich freue mich, dass du die Leinenhose beim DvD zeigst. Ich trage das Material sehr gerne im Sommer. Auch ich habe mich damals für einen Kartenblog entschieden und schreibe nichts zu diversen Themen wie Politik, Corona usw. Er war von Anfang an als unbeschwerter Blog über mein Hobby gedacht und das soll er auch bleiben. In diesem Sinne wünsche ich dir eine schöne Woche und schick dir liebe Grüße!
    ELFi

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    1. Hallo Elfi,
      Ich nähe und trage Leinen sehr gerne. Beides ist tatsächlich wichtig wenn ums Kleidung nähen geht =)
      Schön, dass es auch bei Dir weiter um Karten geht! DIY in allen Arten bereichert eben auch jetzt unser Leben positiv. Und das ist toll!
      Viele Grüße,
      Anna

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  3. Hallo Annafranziska,
    die Hose finde ich einen totalen Blickfänger, obwohl oder gerade weil sie so schlicht ist. Ich mag die Farbe auch, obwohl ich normalerweise alles, was auch nur entfernt mit Khaki verwandt ist, verächtlich wegwedele. Dieses Grün hat aber was von Seeufer, schwedischen Wäldern und Natur.
    Danke für den Tipp zum Bund, solche Erfahrungswerte finde ich immer Gold wert.
    Viele Grüße, Meike

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    1. Liebe Meike,
      dankeschön! Grün kann schon sehr polarisieren – ich mag normalerweise auch nur oliv. Ich glaube durch die Schattierung, die die Stofffarbe je nach Lichteinfall verändert, wird er viel lebendiger (und schöner). Freut mich, dass es dir auch so geht!
      Viele Grüße, Anna

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