***Rezensionsexemplar unentgeltlich vom Verlag zur Verfügung gestellt***

Schon davon gehört? Für mich war es jedenfalls etwas Neues. Book Nook bedeutete ursprünglich Leseecke. Übertragen wurde es auf den schmalen Raum zwischen Büchern, der mit einer dreidimensionalen Miniaturwelt ausgestaltet ist. Der Trend dazu kommt aus Japan. Hobbykünstlerinnen auf der ganzen Welt stellen mit Book Nooks Szenen ihrer Lieblingsbücher dar: dunkle Gassen eines Thrillers, Zauberwälder aus dem Märchen…Doch ein kleines Modell passt auch neben Lyrik und Romane, und warum nicht eine Miniküche zwischen Kochbücher?
Die Vorgaben sind das Format- hoch, schmal und tief- ebenso wie die Miniatur.
In ihrem Buch Magische Book Nooks präsentiert die Autorin Raphaële Vidaling 22 Anleitungen für solche Miniaturwelten. Es gibt 10 einfache Book Nooks und 12 anspruchsvolle. Ein Book Nook entsteht in einem Kästchen, einer Schachtel, einem Köfferchen oder direkt in einem Buch. Die verschiedenen Möglichkeiten dazu zeigt uns die Autorin zu Beginn des Buches. Dann erfährt man Wissenswertes zum Werkzeug und zu den Möglichkeiten der Beleuchtung mit Hilfe von Mikro- LED Lichterketten und sie gibt Tipps zu kreativen Beleuchtungsoptionen. Die Beleuchtung verstärkt den Zauber der Miniwelten sehr.




Beim Durchsehen des Buches fand ich ein Modell hübscher als das andere. Und die Entscheidung welches Book Nook ich versuchen würde, war sehr schwer. In allen stecken entzückende Ideen, witzige Details und originelle „zweckentfremdete“ Materialien. Zum Beispiel Mini-Kleiderbügel aus Büroklammern geformt oder der Gasherd gestaltet aus Knöpfen und Pinnnadeln als Schalter, der Boiler aus der Tablettendose… Ich entschied mich für das erste Modell Ein Haus aus Rinde. Eine passende Schachtel war bald gefunden und das Rindenmaterial liegt bei mir draußen beim Brennholz, den Rest würde ich bei einem Spaziergang finden. Nur ist natürlich Rinde nicht gleich Rinde und nachdem ich eine Auswahl hereingetragen hatte- denn draußen in der Werkstatt ist es bitterkalt- ging es um die schwere Entscheidung, welches Stück bzw. welche beiden Stücke sollten es werden. Mit dem Werkzeug war ich sehr minimalistisch unterwegs: Bastelschere, Cutter, Kleber bzw. Leim (dauert länger, hält aber besser). Ich war mir selber nicht ganz klar, wie ich die Rinde in mein vorbereitetes Schächtelchen einpassen würde. Letztlich habe ich sie vorsichtig gebrochen. Mein Haus besteht aus Birkenrinde und es gelang mir sogar etwas von der obersten Schicht für die Akzentuierung der Eingangstür abzuziehen (im Buch wird geschliffen) und ein Fenster auszuschneiden (darauf bin ich mächtig stolz). Natürlich passiert es bei solchen Materialien und dem kleinen Format schnell, dass man etwas verliert oder kaputt macht (wo war doch gleich der Briefkasten?). Mein Haus ist auch ein bißchen massiver im Verhältnis zur Schachtel und daher ist mein Vorgarten etwas klein ausgefallen. Obwohl mir das mit der Beleuchtungsmöglichkeit mit den Mini LED-Lichtern mächtig imponiert, hat mein Book Nook keine Beleuchtung erhalten, ich hatte grad nichts passendes. Das hat meine Tochter Sabine gleich verändert und mir ein paar Mini LED Teelichter mitgebracht.

Bei meinem nachmittäglichen Hundespaziergang hielt ich Ausschau nach schönen Flechten und Gräsern, die ich für die Detailausgestaltung nützen könnte. Und- das passiert dann ganz automatisch- man entdeckt sofort verschiedene Dinge, die man für so ein Book Nook verwenden könnte. So wie die Autorin Raphaele Vidaling in ihrer Einleitung schreibt:
…Der Blick verändert sich, wenn ich ein Nook Book betrachte oder baue. Alles lädt dazu ein, den eigenen Maßstab für die Dinge zu relativieren….Unendliche Möglichkeiten ohne große Kosten…einfach aufmerksam sein und sich Zeit nehmen…

Fazit: Ein entzückendes Buch voller Ideen, besonders für Liebhaber kleiner Modelle. Gute Anleitung und wenig spezielles Material nötig, da das meiste unsere Umgebung liefert. Ein schönes Buch auch zum gemeinsamen Werken an langen Abenden.
Buch: Magische Book Nooks-22 Miniaturwelten fürs Bücherregal zum Selbermachen erschienen 2025 im Hauptverlag, Softcover, durchgehend Fotos, 175 Seiten, Format 19,5cm x 25cm, ISBN978 3 258 60305 6





Ah, darum wohl auch die kuerzlich gehaeuft auftauchenden ‚Gross-Book-Nooks‘ in Buechereien und/oder Buchlaeden? Vor allem ueberwiegend in Form von architektonisch sog. (Schutz-/Wohlfuehl-) ‚Hoehlen‘ ? Hierbei gehen dann die obersten Enden der Buchregale in den restl. Raum fuehrende Boegen ueber und vermitteln so eine ‚Art Hoehle‘ mit dem dadurch fast kreiertem ‚Tonnen-Geweoelbe‘. Sitz-Inseln mit ‚ueberkragenden (kuenstlichen) Baeumen‘ ueber denselben erweitern das Wohlfuehl-Thema; ausser man leidet unter krankhafter Platzangst. Letztere zeigt sich aber nicht einmal bei mir als unangenehm, sondern – wie gesagt – als eher ‚Wohlfuehl-Gefuehl‘. Es kommt wohl doch auch auf die Groesse ‚Der Hoehle‘ an: zuuu klein und eng kann sich ‚hoellig‘ anfuehlen und zuuu gross/weit als einsam und verlassen; Mittelmass im Grossen wie auch im Kleinen?
Deine – mM – ‚architektonischen Kleinkunstwerke‘ zwischen Buechern muesste bei mir aber seeehr winzig ausfallen, da fuer die Buecher (und gelegentliche ‚wichtige‘ Erinnerungs-Ornamente davor) schon oefter mal nach weiteren (‚Auswanderungs-‚) Platz suchend. Aufgrund eben der Menge habe ich die Rackers (von Buechern) auch lieber hinter eeeetwas ’staub-sammel-verhinderndem‘ Glas = verteuert deren ‚Parkkplatz‘ auch noch zusaetzlich. Aber: ich liiiiebe Buecher (seufz) !
Liebe Gruesse sowie die ‚ueblichen Saisonellen‘ – auch fuer ‚rundum‘ = wer immer welche von mir vertraegt/mag ;-)
G
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Also bei mir ist auch nicht recht viel Platz über zwischen Büchern. Eine andere Sache ist die, dass ich festgestellt habe, dass das Book Nook aus etwas stabilerem Karton sein müsste damit es von großen, schweren Büchern nicht zerdrückt wird. Liebe Grüße, Silvia
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„… schweren Büchern nicht zerdrückt wird.“
Schick‘ doch die Maedels bitte zum Gucken, ob sie irgendwelche L-foermigen ‚Blech-Buchstuetzen‘ fuer Dich finden. Bei uns gibt’s diese oftmals in ‚rauhen Mengen‘ und div.’s Farben und Hoehen in sog. ‚jap./chines. Billiglaeden‘. Du glaubst nicht, was man mit diesen Dingern so alles Sinnvolle in einem Haushalt ‚bauen‘ kann ausser sie wirklich nur als Buchstuetzen zu benutzen! Gleichzeitig sind sie immens flexibel und auch leicht irgendwo zu ‚bevorraten‘: ‚Loeffelchen-maessig‘ ineinander sogar AUF Buechern zum leichteren Finden und sofort zweckentfremden ohne einen schweren Waelzer erst zu heben bzw. eine Suche nach den Dingern zu starten, da sie sich – offiziell angewandt (= Buch &/oder ‚Kollegen‘ auf einer Schenkelseite stehend und sich an der Anderen stuetzen/buendig anlehnen) ziemlich unsichtbar/ unauffindbar zwischen Buechern machen.
LG und schoene Weihnachten (Himmel bin ich nach DREI Monaten ^^ ^^ ^^ Weihnachts-Rummel in den Geschaeften froh, eeendlich wieder was wirklich Sinnvolles zu finden). Zeit f. kontemplatives Sockenstopfen habe ich mir auch schon ausbedungen und Zeter&Mordio werde ich plaerren, wenn ich das nicht kriege; immerhin hat man ja sonst keine Wuensche an Christkindls &/oder Dergleichen.
… dann nur noch den Jahreswechsel ueberleben! D.J. alle Besuche(r) abgelehnt/ausgeladen = gemuetliche, normale ‚Senioren-Bettgeh-Zeit‘ ;-)
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PS:
Koenntest Du als Beleuchtung, zumindest ‚Gelegentliche‘, vielleicht eine kleine – bei Bedarf – anschaltbare Taschenlampe irgendwo(-hin = auch ausserhalb der Box aber eben die Box anleuchtend ? ) verstecken ?
G
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Meine Tochter Sabine hat diesen Bedarf gleich erkannt und mir Mini LED Teelichter mitgebracht. Jetzt also gleich ein Foto dazu als Nachtrag. Liebe Grüße, Silvia
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