Stoffspielereien: Designer und Epochen: Antike

Was heute der Ausgangspunkt für Modeindustrie und Schneider ist, war in der Antike, im klassischen Europa zwischen dem 8Jh.v.Chr. bis zum Fall Roms um 400 n.Chr., im Wesentlichen Kleidung selbst. Das Kleiden mit ganzen Stoffbahnen erscheint uns momentan als sehr begrenzt und einfach, aber durch unterschiedliche Stoffwahl (Farbe, Struktur, Musterung…), dem individuellen Faltenwurf, der Haltung und Art der Bewegung des Einzelnen wurden unterschiedlichste Variationen und Wirkungen erreicht und natürlich gab es auch damals schon Modetrends… Während sich Stoffqualität, Musterung und Farbe nur erahnen lassen, gibt es für die Drapierung ausreichend erhaltenes Bildmaterial.

Mit wenigen Ausnahmen dienten verschieden große, rechteckige Tücher als Gewand. Die Griechen und Römer umhüllten ihren Körper sehr elegant mit der großen unzerteilten Stoffbahn. Die Griechen unterschieden im wesentlichen zwei Kleidungsarten: Ein Wollgewand mit Nadeln an den Schultern fixiert, den Peplos (1-4m Umfang !!! und über 2Meter lang), und ein, in der Regel geschlossenes/zusammengenähtes, Leinengewand namens Chiton. Beide Kleidertypen wurden mit einem meist unsichtbaren Gürtel gerafft. Sie konnten, da sie aus ungeteilten Stoffbahnen waren, sehr individuell getragen werden: umgeschlagen, gebauscht, schräg, seitlich offen oder geschlossen usw. Es gab in den verschiedenen Perioden der griechischen Hochkultur durchaus erkennbare unterschiedliche Modeströmungen. Auch unterschiedlichste Musterungen sind belegt. Griechische Kleidung wurde immer in Schichten übereinander getragen. Der, oft schräg drapierte, Mantel war ebenfalls ein rechteckiges Stück Tuch und hieß himation. Es gab keinen separaten Rock mit Bluse.

Die Römer unterschieden Kleidungsstücke, die angelegt werden musste (indutus) von denen, die umgelegt wurden (amictus). Der römische Mantel hieß pallium bzw palla und bestand aus Wolltüchern unterschiedlicher Größe. Das bekannteste Kleidungsstück bei den Römern ist die Toga der Männer. Die Toga durften nur männliche, römische Bürger tragen. Sie hat eine elliptische Grundform und geht auf die etruskische tebenna zurück. Die Toga war ca 2,5m x 6m groß (die Größe schwankte im Lauf der Zeit) und wurde gefaltet umgelegt. Keine Hilsmittel fixierten die Toga. Sie hielt nur durch das eigene Gewicht des Tuchs. Sehr viel Bewegungsfreiheit ließ die, im Normalfall weiße, Toga nicht: der linke Arm diente dazu die Stoffmassen zu stützen, nur der rechte Arm war frei. Anlegen konnte man eine Toga ebenfalls nur mit Hilfe mindestens einer weiteren Person, oft waren es eigens ausgebildete Sklaven. Auffällig ist der Materialluxus bei den weiten gerafften Kleidern und Umhängen in einer Zeit in der jede Stoffbahn von Hand gewebt wurde. Die Weberei war übrigens Frauen- bzw Sklavensache. Ursprünglich trugen die Römer nur den Lendenschurz unter der Toga. Im Lauf der Zeit setzte sich allerdings die Tunika als Untergewand durch. Die Tunika war das Alltagskleidungsstück für Männer, Frauen und Kinder.

Meine Skizzen zeigen ein paar mögliche Platzierungen für Nähte (auch Knöpfe oder Spangen) und ihre unterschiedliche Wirkung.

Das Wort Tunika stammt aus dem Lateinischen. Entwickelt hat sich die römische tunica aus dem chiton ( keton bedeutet Baumwolle) der alten Griechen. Dieses Kleidungsstück und die Bezeichnung hatten die Griechen durch Vermittlung der Ionier von ihren semitischen Nachbarn übernommen. Ein erfolgreiches „Designmodell“ wurde von einem Volk ans andere weitergereicht.

In der Antike bestand die Tunika aus zwei geraden Stoffstücken, die an den Seiten und oben an den Schultern zusammengenäht waren. Die Ärmellöcher waren Schlitze, ebenso der Ausschnitt, quasi ein antiker Wasserfallausschnitt vorne und hinten. Es ist ein einfaches Modell, in seiner ursprünglichen Form sehr körpernah und materialsparend. Nicht überraschend, wenn man bedenkt, dass jede Stoffbahn von Hand gewebt war.

Die Tunika bezeichnet immer ein genähtes Kleidungsstück.

Die Griechen trugen während der warmen Jahreszeit nur den Chiton, also die Tunika. Im alten Rom war die Tunika quasi die Unterwäsche für die Reichen, das Hauskleid der Frau. Bei armen Leuten oder Sklaven war es überhaupt das einzige Kleidungsstück, abgesehen von einem Lendenschurz. Die arme Volksklasse wurde auch tunicatus populus -das Volk der Tuniken- genannt.

Mein hellblaues Testmodell besteht aus zwei 90 cm breiten und ca 1m langen Stoffbahnen. Bei dem gestreiften Frauenmodell oben ist eine Stoffbahn 150 cm breit und 180 cm lang, was eine doppelte Gürtung möglich machte (bei einer angenommenen Körpergröße von 155cm).

Das modische Erscheinungsbild erhielt die Tunika durch die Gürtung. Den Tunnelzug kannte man nicht. Die Tunika reichte bei den Männern knapp unter die Knie. Julius Caesar (100-44 v.Chr.) war in seiner Jugend für eine sehr nachlässige lange Gürtung bekannt, seine Tunika reichte weit über die Knie. Andere Männer dagegen gürteten die Tunika sehr hoch um die muskulösen Beine zu zeigen. Überhaupt finden sich auf den zahlreichen Abbildungen höchst unterschiedliche Längen und Tragweisen. Eine originelle Version zur Verbesserung der Tragbarkeit (kein ständiges über die Schulter rutschen) ist das Zusammenbinden der Überweite am Rücken (zu sehen auf dem Relief der Trajanssäule.). Über die Farben ist wenig gesichert. Viele einfache Leute werden vermutlich den Naturton der Wolle getragen haben. Die Tunika der Senatoren hatte einen breiten Purpurstreifen (latus clavus), die der Ritter einen schmalen (angus clavus). Reichen Leuten stand schon damals eine breite Farbpalette zur Verfügung.

Bald begann man aber mit Weite und Falten zu spielen: Die Tunika wurde ab dem 1. Jh. v. Chr. weiter und bedeckte die Oberarme. Man geht hier von der doppelten Schulterbreite bei einer Länge von 150cm (für den Mann) aus. In manchen Quellen werden auch die Maße 140cm x150cm genannt. Das ist ein große Menge Stoff mit sehr vielen Falten (ich hab das ausprobiert) und die Stoffe müssen sehr weich gewesen sein, sonst funktioniert es nicht. Frauen trugen ihre Kleidung bodenlang bis über die Zehen. Sie trugen die Tunika meist zweimal gegürtet: in der Taille und unter der Brust.

In der späten römischen Kaiserzeit wurden manchmal bis zu drei Tuniken übereinander gezogen, wobei die Unterste aus feinem Leinen bestand und der Unterwäsche entsprach. Die untere Tunika bezeichnete man als tunica interior oder subucula, die Obere war die tunica exterior. Fransen an den Rändern galten als weibisch (Caesar trug solche). Die unterste Tunika konnte auch lange Ärmel besitzen (tunica manicata), das galt aber als „Tracht der Ausländer und der römischen Weichlinge“…

Diese Sommerkleid basiert auf der Idee der Tunika: zwei rechteckige Stoffstücke, hier mithilfe von jeweils zwei Tunneldurchzügen in der Taille und an den Schultern in Form gebracht. Statt des Wasserfallausschnitts ein V-Ausschnitt. Die Stoffmaße: 120 cm Breite x 98 cm Länge. Man muss allerdings sehr schlank sein, und darf nicht allzu viel Oberweite haben, um in solch einem stark gerafften Kleid gut auszusehen. Das Kleid habe nicht ich genäht, sondern eine junge Nachbarin.

Finden sich Anklänge an antike Kleider wie Peplos oder Chiton heute am ehesten bei exquisiten Abendroben, so fand die Tunika Platz im alltäglichen Kleiderschrank. Die Tunika ist das Kleidungsstück, das aus der Antike vom Mittelalter übernommen wurde. Die Tunika hat eine mehr als 1000jährige Erfolgsgeschichte. In der klerikalen Kleidung haben sich die wesentlichen Formen der römischen Kleidung bis heute erhalten. In vielen Trachten der ganzen Welt finden sich unterschiedlichste Tunikaformen und moderne Designer greifen immer wieder auf das Grundprinzip der Tunika zurück.

Quellen: Das große Bilderlexikon der Mode von L. Kybalova, Helenas Töchter von K.Junker und S.Tauchert, Weltgeschichte der Bekleidung von P.R. Anawalt, http://wwwg.uni-klu.ac.at/archeo/alltag/15kleid.htm

Heute sind die Stoffspielerein mit dem Thema Modedesigner und Epochen bei Tyche’s Touch zu Gast.


ZU DEN STOFFSPIELEREIEN

Mach mit, trau dich, sei dabei! Die Stoffspielereien sind offen für alle, die mit Stoff und Garn etwas Neues probieren wollen. Es geht ums Experimentieren und nicht ums Perfektsein, denn gerade aus vermeintlich „misslungenen“ Experimenten können wir im Austausch jede Menge lernen. Lass dich gerne vom monatlich vorgegebenen Thema inspirieren und zeig deine Ideen dazu.

Jeden letzten Sonntag im Monat sind die Stoffspielereien zu Gast bei einer anderen Bloggerin. Dabei kommen wir ohne Verlinkungstool aus: Schreib einfach einen Kommentar mit dem Link zu deinem Beitrag im jeweiligen Blogpost der Gastgeberin. Sie fügt die Links im Lauf des Tages in ihren Beitrag ein – ganz persönlich und individuell.


19 Gedanken zu “Stoffspielereien: Designer und Epochen: Antike

  1. Ihr Lieben, ein ganz wunderbarer Einstieg in unser Thema, und eine passende Beschreibung der antiken Gewänder, deren Faltenwurf Madeleine Vionnet so seht bewunderte. Herzlichen Dank.
    Tyche

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    1. Ja, passt irgendwie zu deinem Artikel, aber nachdem ich mich nicht so recht für einen Designer oder eine andere Epoche entscheiden konnte, ging es weit zurück… liebe Grüße, Silvia

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  2. Ihr Lieben, ein ganz wunderbarer Einstieg in unser Thema, und eine passende Beschreibung der antiken Gewänder, deren Faltenwurf Madeleine Vionnet so seht bewunderte. Herzlichen Dank.
    Tyche

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  3. Interessant wie Du in der Zeit weit zurück gehst und römische Kleidungsstücke ohne Verschnitt als Vorlage nimmst für Deine Oberteile. Arbeiter- und Bauernkleidung hatten bis zur Jahrhundertwende auch wenig Verschnitt durch den Einsatz von textilen Keilstücken.
    LG Ute

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  4. Ein schöner Überblick zur Geschichte der Tunika. Interessant zu sehen, dass sich bei den Römern aus den rechteckigen Stoffstücken die Tunika entwickelt hat, in Asien daraus der Kimono. Liebe Grüße!

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    1. es hat vermutlich jede Kultur ihre speziellen Vorlieben was Schönheit oder Eleganz betrifft und das zeigt sich auch in der Ausformung der Kleidung. Ich bin immer wieder begeistert wie reizvoll solche Modeentwicklungen bei unterschiedlichen Völkern sein können. Liebe Grüße, Silvia

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  5. Gelle, und wiiie teuer HEUTzutage ’so viiiel weniger Stoff‘ (= ‚ca. nackig‘?) als sog. ‚BEkleidung’* verkauft wird ;-) ?

    LG
    G

    *
    Eher ‚ENTkleidung‘ ?
    Gerade gestern ziemlich schockiert einen langen TV-Beitrag gesehen ueber antike roemische & aegyptische Politik-Irrungen/Verwirrungen & sog. (m. Bezeichnung; 1/2 sorry) ‚Kinder-Kleister-Ehen‘ und Mord**&Todschlag bei ‚im Wege stehen‘.
    a) wusste ich gar nicht, WOher ‚u/beruehmte‘ Cleopatra orig. kam.
    b) WIEviele gleichen Namens es auf entsprechenden ‚Regierungs-Levels‘ es insgesamt gab
    c) ausgerechnet ihre Tochter Cleopatra Selene als ueberlebender einstiger ‚(Um)Erziehungs-Zoegling‘ Roms dann spaeter einen Mann gleichen Schicksals dort kennenlernte und heiratete. Die TV-Version lautete hierzu dann ca. so: Um sie beide fuer ‚voll und vertrauenswuerdig‘ anzusehen, wurden sie dann nach (damalig) Mauretanien geschickt. Als Beauftragte Roms haben sie das Land dort ‚befriedet‘ und wirtschaftlich aufgepaeppelt (ordentlich?!).
    Rate mal, was C.-S.’s Lieblings-Handels/Produktions-Produkt dort (angeblich) war?
    Wertvolle Tuecher in der noch wertvolleren Farbe purple.

    **
    Meuchelnde Messer wohl als beliebteste Garantie einer gewuenschten Politiker Wahl ^^?
    Ob man dies dann damals evtl. „Deduction-Naeh.., aehem, -Waehlen“nannte ?

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    1. Jaja, es ist ziemlich wild zugegangen in dieser Zeit. Dabei gab es durchaus rechtliche Spielregeln, aber Meuchelmorde waren, wie immer, wenn es um viel Macht und Einfluß geht eine Option…Von Kleopatra und ihrem Verhältnis zu Roms Machthabern kennt man meist nur so grob die Geschichte. und Purpur war zeitweise kaiserliches Monopol…liebe Grüße, silvia

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      1. „….kaiserliches Monopol….“
        D.h.: der westl. Regenten?
        Nachdem mir gelb lieber waere, haette ich dann wohl eher nach Osten geboren werden sollen; dort dann aber (sehr) ‚regal‘.
        Oder eben doch wieder zurueck in den Westen, wo ich als ‚Niedrig-Gebuertige‘ dann eben die dann nicht verboltene ‚kaiserliche Farbe‘ Gelb ohne Probleme haette tragen duerfen; speziell im ‚Purpur-Bereich‘.
        Ich ueberlege gerade noch, wie’s mir wohl ergangen waere im – mM – suedamerik. ‚Kakao-Bereich‘: Gold hatte wohl geringeren Wert als Kakao ?

        Na ja, Mode-Erscheinungen im Wandel der Zeit: dem Himmel sei’s gedankt, dass wir heutzutage wenigstens dort auswaehlen (auch durch einfaches Ignorieren?!) koennen/duerfen! Der Streitpunkt/’Interpretations-Fall‘ von Erregung oeffentlichen Aergernisses und/oder Verstoesse gegen landestypische Anstandsregeln wird – mittlerweile. bzw. in manchen Laendern zumindest (?) – wieder (?) oefter ‚besser verteidigt‘ !
        Dieses sind einfach tgl. Bestandteile einer jeweils anderen Kultur (anderen Landes). Besucht man diese als Urlauber, muss man sich selbst vorher schlau darueber machen. Als oftmals (sehr!) ‚ploetzliche‘ Dienstreisende sollte man sich aber schon auf eine gewisse Firmen-Unterstuetzung/-Aufklaerung verlassen duerfen. Fuer Privat- wie auch Dienst-Reisende heisst’s wohl uebersetzt: Sonnenschein am Urlaubsort hat eben auch ‚Benimm‘-Preise nicht nur gesamt billigere ‚Arbeits-/Sklaven-Dienst-Preise’*?!

        LG
        G

        Ab hier nur noch fuer tapfere Leser mit mehr Zeit:

        Beim Thema ‚Dienstreisende‘ faellt mir gerade wieder eine einstige ‚Klein-Meckerei‘ auf Internet ein, wo von – mein Ausdruck – ‚ploetzlichen Dienstreisenden‘ aus Laendern, mit so ‚ziemlich (gar) nicht westlich angehauchtem Corporate-Bekleidungs-Stil‘ fuer die Kuerze ihrer Dienstreise dann ein Chic-Auftritt in teurem West-Business-Attire erwartet wurde/wird. Die Umkehr ^^ ?
        Boy oh boy habe ich selbst in meinem Leben schon gar manche Firma etwas arg irritiert mit meinen gelegenlichen Fragen von ca. „…. werden DIESE Leute DAdurch dann instant besser bzw. klueger?“
        Muss – logisch – dadurch auch gehoerig lachen ueber Deine Antwort an Gabi von „made with Bluemchen“ bzgl. „Außerdem konnte man auch Gäste einkleiden, es gab kein Problem mit der Größe “ PLUS ‚jeweiliger Landes-Mode-Erscheinung oder eben ’sog. Dienst-Bekleidung‘ . Stelle mir hierzu auch gerade ein paar Politiker und Wirtschaftsbonzen in entsprechenden ’neuen‘ Uniformen‘ vor: wuerde evtl. auch Einiges erleichtern beim/zum ‚Eier-Werfen‘ ? D.h.: Bekleidung ist NICHT nur ein Schutz vor Wetter ;-) :-D ?

        Und wenn wir schon von Wetter und Bekleidung als Schutz reden, dann gleich noch einen Abschluss-Lacher: meine eigene Gast-Tunika waere gehööörig waermer als gewoehnlich, da die noetigen Tuchlaengen fuer meine ‚Anti-Koerper-Hoehe‘ gleich mal vorsichtshalber auf die Haelfte gefaltet werden koennten bevor man ‚Was-auch-Immer‘ dann noch daraus um mich herum wickelt \../ :-D !

        Bekleidung/Mode …. eeewiges (endloses?) Gespraechs-Thema: ich nehme jetzt vorsichtshalber meine Blogger-Schaufel um dieses Thema wieder einzubuddeln, da sicher kaum Jemand Zeit & Lust zu diesem Ewigkeits-Thema hat!
        Jedoch steht bei mir noch immer das Buch „Ueber das elegante Leben“ mit Ueberarbeitung/Kommentaren von ‚Frau „Nahtzugabe“ (Constanze Derham?) auf der Wunsch-Liste. Der ‚Werbe-Slogan‘ von „Der Mensch, der in der Mode nur die Mode sieht, ist ein Dummkopf“ wohl vom Orig.-Schreiber Honoré de Balzac, hat mich dort schon vom ersten Tag ‚grimmig amuesiert & interessiert‘.

        *
        Altes Problem wohl: it takes TWO for Tango** = wie wertvoll (teuer; wenn wenigstens ’nur in Instant-Geldform‘ gerechnet) ist oder KANN ein ‚Deal/Idee zwischen stark kontraeren Partnern‘ werden ?
        Inkl. jedwede ‚Special Operations‘, so sie die eigenen Landes- (inkl. Jurisdiktions-) Grenzen ueberschreiten.

        **
        Zwei Menschen/Laender = die Chance von auch 2 unterschiedlichen Meinungen; mindestens!
        Es ist schon schwierig genug, wenn Landesgrenzen in ‚Interpretations-Faellen‘ verwickelt sind. MM aber noch schwieriger im tgl. Leben mit Personen, denen man eben im tgl. Normal-Fall ‚automatisch wohlgesonnener‘ als Anderen? ist: EIN ‚Verbrechen‘ (mit eben Wiedergutmachungs-Chance?) sollte – je nach Schwere – wirklich nicht die gesamte Erinnerung an sonstiges vorheriges gutes Verhalten ruinieren. Folge-Verbrechen (Gleichrangige) und wenn ‚Ab-Erbetung‘ eindruecklichst vermittelt, koennten allerdings auch im Privatbereich bei spaeter wieder bzw. doch erneut anzuwendenden Straf-Maß-Verhandlungen diese ‚instant-negativ‘ schon von Anfang beeinflussen.

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  6. Danke für deine ausführlichen Informationen zur Kleidung in der Antike. Und deine Zeichnungen gefallen mir sehr. Wir verwenden heute den Begriff der Tunika und vergessen, wie alt diese Form des Kleidungsstücks ist und warum sie bis in die Gegenwart überdauert hat.
    LG
    Siebensachen

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  7. Über die griechische und römische Kleidung habe ich mir noch nie wirklich Gedanken gemacht, umso faszinierender deine Ausführungen und Drapierungen, inklusive aktuell tragbarer Modelle! Ein schönes Thema, ich lerne gerade so viel! Liebe Grüße, Gabi

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    1. Man sieht immer nur die so schön wallenden Kleider auf Statuen, Reliefs und bei der Malerei. In unserer frostigen Gegend stelle ich mir das nicht so gut vor, aber im heißen Süden war diese weite, lose Kleidung sicher gut, vielseitig und sehr gut falt- und lagerbar. Außerdem konnte man auch Gäste einkleiden, es gab kein Problem mit der Größe. Liebe Grüße, Silvia .

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  8. Der indische Sari ist also nicht das einzige Kleidungsstück, das aus vielen Metern um den Körper gefaltetem und drapiertem Stoff besteht. Dass die griechische und römische Kleidung auch nur aus drapierten Stoffbahnen bestand, habe ich mir noch nie bewusst gemacht, hier aber mit sehr viel Interesse gelesen. Vielen Dank für diese ausführliche Lehrstunde in antiker Kleidung und die Ursprünge der Tunika.
    Liebe Grüße, heike

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    1. Ich bin ein großer Fan vom Sari und seinen Wickel-und Tragmöglichkeiten. Das hat mir schon als Kind gefallen. Aber es gab eben auch in Europa solche Kleidung, faszinierend, nicht wahr? Liebe Grüße, Silvia

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  9. Ein schöner Ausflug in die Geschichte. Über die Feinheit des Stoffes habe ich bei alten Plastiken auch schon nachgedacht, denn die Dichtheit der Falten geht nur bei sehr feinem Gewebe. was man also handwerklich konnte, aus Leinen und BW solch feines Garn per Hand spinnen, ist unglaublich. In Seide ergibt sich solch ein Faden fast von allein, aber so…? Und das Weben dauert damit auch noch länger!
    Tja leider kann aus dieser Zeit nur vieles mutmaßen im Handwerk.
    Viele Grüße, Karen

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  10. Lockere, weite Kleidung trägt sich nicht zuletzt auch viel angenehmer. Engt nicht ein – und nicht zu vergessen auch der hohe Norden wie den Wikingern. :-)
    Im Sommer kühlt weiter Kleidung, im Winter wärmt sie (natürlich immer das entsprechende Material zu berücksichtigen).

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