Streifenoldie • Linden Rollkragen-Hack

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Der Stoff könnte direkt vom Stoffladen kommen. Streifen, gerade in der blau-weiß Version, sind einfach ein Klassiker. Dieser Stoff ist aber gut abgelagert, wirklich gut. Denn er stammt aus dem Stofflager meiner Oma. Und Oma näht schon lange nur mehr Patchwork. Daher dürfen wir ab und an einen Blick in ihr anderes Stofflager werfen – die Patchwork-Stoffe sind noch großteils Tabu. Jeder Näher und Stofflagerenthusiast wird das verstehen.

Auch wenn das Hörgerät ein Telefonat schwierig macht – da wird aus Stoff schnell Topf – habe ich sie nach den Stoffen befragt. Nachdem sie schon lange näht, hatte sie natürlich auch viele Gelegenheiten („günstige“) Stoffe zu kaufen. Und sie hat auch die Auflösungswelle von Stoffgeschäften und den entsprechenden Abverkäufen miterlebt und bei diesen Gelegenheiten ohne genaue Pläne zugeschlagen. Der vernähte Streifenoldie passt ziemlich gut in ihr allgemeines Beuteschema: Blau, schlicht, und es ist eine Menge von 1,7m, was ebenfalls auf keine spezifischen Pläne hindeutet.

Inspiriert von meinen Karlottas (hier geht’s zu Nr. 1 in Pelz und Nr. 2 in Hahnentrittmuster) und Steffi’s Rollkragenpulloververgleich bin ich auf die Suche nach einem etwas engeren Schnittmuster (für unten drunter) mit lockerem Rolli gegangen. Locker, damit ich mich am Hals nicht eingeschnürt fühle, aber doch kuschelig genug, da ich so oder so gerne Schals trage.

Das perfekte Schnittmuster habe ich nicht gefunden. Überhaupt sollte es ein ganz einfaches Shirt mit Rollkragen sein. Konnte doch nicht so schwierig sein dies zu basteln, nicht war? Geworden ist es daher wieder einmal ein Linden Sweatshirt. Das kenne und liebe ich. So wie es ist, aber eben auch in einer verlängerten Langarmshirt-Version – die gleichen Veränderungen habe ich auch  diesesmal verwendet. Bei Baste + Gather habe ich eine Rollkragenversion entdeckt, und dachte: So mach ich das auch … Tja, hat nicht so ganz funktioniert. Denn als ich den Rollkragen als Rechteck mit der Länge vom Halsbündchen zugeschnitten hatte, sah das nicht nur doof aus (die Streifen trafen farblich komisch aufeinander), sondern saß auch viel zu eng. Schlussendlich – auf Anraten meiner Schwester – habe ich den Rollkragen auf die Breite des Halsausschnittes erweitert (sieht man nur bei sehr, sehr genauem Hinsehen – Streifenmatching kann ich!), und auch etwas in der Höhe weggenommen (22 cm einfach).

Aufmerksamen Betrachtern wird noch aufgefallen sein, dass die Ärmel überlang sind, das ist bis zu einem gewissen Grade gewollt und gleichzeitig auch passiert. Die Überlegung, genauso wie bei meiner zweiten Karlotta, ist, dass ich einen Blazer dazu anziehe. Nur erscheint mir das bei diesem Rolli aufgrund seiner Dünne eindeutig realistischer.

Und wie man so schön sagt: Streifen gehen immer. Und mit diesem dichterischen Höhenflug verabschiede ich mich. Bis zum nächsten Mal!

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Fazit: Klassiker mit modernem Twist im Kleiderschrank. Sehr zufrieden mit den letztlichen Dimensionen des Rollkragens.

Schnittmuster: Linden Sweatshirt von Grainline Studio, mit gehackten Ärmel, Saum und Rollkragen

Stoff: Aus Oma’s Stoffschrank, Alter, Herkunft und ursprünglicher Verwendungszweck unbekannt

Mitnähaktion: Rat der Weisen, #12ausdemstoffregal @tweedandgreet

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Beste Grüße aus dem Garagenstudio

5 Gedanken zu “Streifenoldie • Linden Rollkragen-Hack

  1. Und als erste, wichtige Frage stellt sich bei mir selbstverständlich: Wie bist du mit den Chucks trockenen Fußes aus diesem nassen Minenfeld heraus gekommen? :D
    Dein Rolli hat mich gerade an ein Lieblingsteil von vor 10 Jahren erinnert, derSchnitt würde dir gefallen. Muss ich mal nachzeichnen..
    Mein weiser Stoff liegt leider noch unvollendet auf dem Nähtisch. Hoffentlich wird das was am Wochenende..

    Liebe Grüße
    Marta

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    1. Wofür hat man einen Fotografen?! 😉 ich hatte tatsächlich feste Winterstiefeln für den weg an. So wasserfest sind ja converse nicht.
      Dein Lieblingsteil klingt interessant. Manchmal ist einfach doch ein gut sitzendes, existierendes Kleidungsstück das beste Schnittmuster!
      Viele Grüße, Anna

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