Das Homewear-Projekt • Gemütlicher Anzug in Naturfasern und Erdtönen

*** Kooperation mit Karlotta Pink // Kreativchallenge mit Überraschungsstoff ***

Hausanzug La mia Boutique Handloom Blockprint Karlotta Pink

Projekte sind zur Zeit ja sehr angesagt, nicht wahr? Also meines dreht sich um banales und gemütliches: Den Pyjama, Hausanzug, Wäsche und dergleichen. Die Idee verfolge ich aus verschiedenen Gründen. Bequemes für zuhause, ist neben praktischen Hosen und Unterziehpullis, immer genau das was fehlt, einfach weil diese Kleidungsstücke am meisten gewaschen werden und daher schnell verschleißen. Zudem kann man auch mal eine ungewöhnliche Stoffkombination oder Farbe verwenden, die nicht unbedingt straßentauglich ist … Ein bisschen Humor darf schließlich sein, oder? Außerdem wird es einfach Zeit für mich den Reiz von Alltagskleidung, den oft genannten Basics, voll und ganz zu würdigen. Wahrscheinlich habe ich die Möglichkeiten, die in der Gestaltung von Nachtwäsche und Co liegen, noch nicht für mich entdeckt. Aber jetzt bin ich dabei. Und als ich mein Stoffüberraschungspaket von Karlotta Pink (von Ines für mich ausgesucht) öffnete, dachte ich zuerst einmal: „Oh, ist der schön!„, dann: „Bei soviel Stoff geht sich sogar eine Bluse aus„. Aber als ich sah wie schön sich der Handloom dazufügt: „Das wird meine Edelversion zum Thema.“

Homewear-mäßig  sind diesem Modell drei Pyjama-Versuche (unverbloggt) vorangegangen und mein immerhin sehr gelungener Blätterpulli. Der erste Versuchspyjama entstand aus einem sehr kindischen Jersey in Kiwigrün mit hündchenartigen Wesen und Wasserbällen. Der Zweite besticht vor allem durch Asymmetrie und Stoffmangel. Sein Tupfenjersey ist uralt, genaugenommen so alt wie Anna, wobei ich nicht sagen möchte sie ist uralt, aber der Jersey hat mehr als 20 Jahre am Buckel, obwohl man es ihm nicht ansieht. Unsere kleine Anna besaß aus diesem Stoff ein Babyblüschen, genäht von Oma. Für die Hose fand ich, immerhin farblich passend, einen sehr schlabbrigen und dünnen Viskosejersey. Das dritte Modell ist ebenfalls von Stoffknappheit geprägt: Ich hatte glatt vergessen, dass ich Stoff nachgekauft hatte. Es wäre ein schönes uni Oberteil geworden, stattdessen gibt es wilden Mustermix.

Nun, aber mein vierter Anzug ist doch wirklich schick geworden, oder? Alles vom feinsten: Handdruck auf Baumwolle am Oberteil, edler Handloom aus Indien als Hose. Ich habe lange an der Hosenlänge herumgetüftelt um irgendwie alle Möglichkeiten auszuschöpfen. Sie ist etwas kürzer, dafür bleibt Stoff für das Oberteil. Der Musterstoff ist mein Überraschungsstoff, ich hatte 74 cm zur Verfügung (bei einer Stoffbreite von 120 cm). Im Kopf hatte ich einen sehr hübschen Blusenschnitt, habe mich letztlich aber für einen Schemaschnitt (nach dem Buch Kleider im japanischen Stil) entschieden, weil ich weiß, dass ich so den Stoff am besten ausnützen kann. Die Raglanärmel sind aus dem Abfall vom Hosenzuschnitt zusammengestückelt: Jeder Ärmel besteht eigentlich aus 4 Stoffstreifen. Die Ärmel- und Hosensäume sind innen mit Blockprint verstürzt. Der Halsauschnitt ist mit Schrägband versäubert und – die Hose erhielt natürlich einen Strickbund … (Wo ich mich gerade mit Raffungen und Bündchen so intensiv auseinandersetze.)


Fazit: Eigentlich sollte man nur solch edles Material tragen, sehr angenehm auf der Haut und gut zu verarbeiten. Vielleicht nähe ich noch einen passenden Kimono dazu … Der Anzug ist vielleicht nicht ganz hundertprozentig Qigong tauglich – da müsste die Hose fast noch eine Spur lockerer sein.

Stoff:

  • Oberteil: Blockprint auf Baumwolle aus Indien 74cm x 120cm, mein Überraschungsstoff, für dieses Projekt unentgeltlich von Karlotta Pink zur Verfügung gestellt.
  • Hose: aus meinem Depot: handgewebte Baumwolle in braun/schwarz aus Indien 110cm x 120cm (vor einiger Zeit gekauft bei Karlotta Pink).

Schnittmuster:

Verlinkt zu Creadienstag, HoT, Dienstagsdinge, AWS, DDD, SewLaLa, CreateInAustria, WOF, Frau freut sich.

 


10 Gedanken zu “Das Homewear-Projekt • Gemütlicher Anzug in Naturfasern und Erdtönen

  1. Eigentlich genau richtig fuer die Nacht sich was Gutes zu gönnen. Es sind viele Stunden verglichen mit dem Tag… DA MUSS ICH NEIN MÖCHTE ICH AUCH NACHZIEHEN., sitze ich doch im ausrangierten T-Shirt in der Küche beim 1. Kaffee am Morgen. Schick ist anders. Gefällt mir.

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  2. Wie recht Du hast. Das erste was ich mache, wenn ich aus dem Büro kommen, etwas gemütliches anziehen. Aber es soll auch vernünftig aussehen. Aber irgendwie fehlt immer etwas.
    Das ist eine tolle Idee. Der Winter wird ja noch lang genug… :-)

    Liebe Grüße
    elke von elke.works

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    1. Nun ja, ich dachte ernsthaft darüber nach WAS ich brauche und nicht nur was mich (zum Nähen) begeistert, bzw. wie man das verbinden könnte. Es schont auch die Garderobe und kann sehr individuell und hübsch sein. Liebe Grüße Silvia

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  3. Gefällt mir sehr und ist meilenweit von Schlapper- und Schlafi-Look entfernt. Wie oft habe ich mir schon vorgenommen, mal vernünftige Homeware zu nähen. Du inspirierst mich sehr und wenn die Winterjacke fertig ist, dann mach ich mich mal ran.
    Liebe Grüße von Ina

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